Im Umgang mit den Tieren kommen die Kinder mit der Natur in Kontakt und lernen, sie zu achten.

Connor verbringt mit Pony Schlumpf und Huhn Toffifee seine Ferien auf der Jugendfarm in Sonnbon.
Connor verbringt mit Pony Schlumpf und Huhn Toffifee seine Ferien auf der Jugendfarm in Sonnbon.

Connor verbringt mit Pony Schlumpf und Huhn Toffifee seine Ferien auf der Jugendfarm in Sonnbon.

Andreas Fischer

Connor verbringt mit Pony Schlumpf und Huhn Toffifee seine Ferien auf der Jugendfarm in Sonnbon.

Sonnborn. Die Sonne scheint, der Geruch von Heu liegt in der Luft und mehrere Kinder sind damit beschäftigt, Ponys zu striegeln und zu streicheln. Die Idylle ist Teil des Ferien-Programms der Kinder- und Jugendfarm in Sonnborn. Dort gibt es nicht nur Ponys. Mehrere Hunde laufen über den Hof. In einer Ecke scharren und picken Hühner, während sich auf der eingezäunten Wiese Gänse und Laufenten tummeln.

Der offene Bereich ist der Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit, bei der Kinder und Jugendliche von sieben bis circa 25 Jahren die Einrichtung kostenlos besuchen und auch mitgestalten dürfen. Ute Schick, die pädagogische Leitung, verteilt noch einige Aufgaben an die kleinen Tierpfleger und greift danach nur ein, wenn es notwendig ist.

Kinder lernen Verantwortung

„Die Kinder versorgen die Ponys und gehen anschließend mit ihnen in den Wald. Unser Plan ist, dass sie lernen, Verantwortung zu übernehmen und mit Tieren und der Natur in Kontakt kommen. Es tut ihnen gut, dass wir ihnen so viel zutrauen. Die Entwicklung eines positiven Sozialverhaltens ist noch eine Nebenwirkung des Angebots.“

Dabei achten die pädagogisch geschulten Mitarbeiter stets auf den korrekten Umgang mit den Hoftieren. „Kinder, die sich bei den Ponys nicht benehmen können oder die zum Beispiel die Hunde ärgern, hätten diese Freiheiten nicht.“ Eine weitere positive Auswirkung: Die Kinder lernten, sich für die Belange des Umweltschutzes zu interessieren und die Natur zu achten.

In den Ferien besuchen zwischen 40 und 50 Kinder die Farm. „Es gibt Jugendliche, die jedes Mal in den Ferien kommen oder die das erste Mal hier sind. Den Umgang mit den Ponys, den Eseln oder den anderen Tieren lernen alle schnell“, sagt Ute Schick. Das Ferienprogramm kommt bei Kindern und Eltern sehr gut an. Unterstützung bekommt das Team von ehrenamtlichen Mitarbeiterin wie Nicole Kröner. „Das Besondere und Schöne ist auch, dass wir bei jedem Wetter draußen sind.“

Erzieherin Jenny Klemmer bestätigt den positiven Effekt der tiergestützten Pädagogik: „Die Kinder springen innerhalb kürzester Zeit über ihren Schatten und wachsen an ihren Aufgaben. Nach einer Woche gehen alle mit einem Lächeln nach Hause.“

Die Zirkus-AG, aber auch die Ausflüge seien bereits ausgebucht – auch der Tierspaziergang am Freitag und der Ponyausflug am Samstag. Oft sei es so, dass Eltern ihre Kinder schon in den Sommerferien für die Herbstferien anmeldeten. Das offene Angebot in den Herbstferien könne aber auch spontan und unverbindlich besucht werden und stehe auch Kindern offen, die die Einrichtung noch nie besucht haben.

Die Kinder- und Jugendfarm arbeitet außerdem mit Förderschulen zusammen, so dass das Angebot zugleich auch inklusiv ist. Das Konzept, Kinder und Tiere zusammen zu bringen, kommt bei den jungen Besuchern gut an. Sie arbeiten konzentriert und mit glücklichen Gesichtern. Joshua (7), Noemi (7) und Annika (6) strahlen über das ganze Gesicht. Sie sind sich einig. „Die Ponys sind echt toll.“ Jasmina (9) und Laza (9) striegeln unterdessen Gismo. „Es ist sehr schön, aber natürlich auch viel Arbeit“, sagt Jasmina.

„Aber es ist die Sache echt wert“, wirft Laza ein. Sie freuen sich auf den bevorstehenden Ausflug in den Wald. Doch auch andere Aktivitäten konnten begeistern. „Ich bin letzte Woche mit dem Traktor gefahren und ich mag alle Tiere hier, auch die Hunde und die Esel“, erklärt Fabian (9). „Es ist wirklich toll.“

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