Die 30 Teilnehmer im Café Simmonz wünschten sich leichtere und flexiblere Geräte.

Arrenberg
Hauptkommissar Jürgen Dahlmann und Erika Ripke absolvieren gemeinsam den Parcours.

Hauptkommissar Jürgen Dahlmann und Erika Ripke absolvieren gemeinsam den Parcours.

Andreas Fischer

Hauptkommissar Jürgen Dahlmann und Erika Ripke absolvieren gemeinsam den Parcours.

Wuppertal. „Nicht nur praktisch, sondern auch schick muss er sein“, findet Karin Buntenbach aus Solingen, die ihren Rollator mit pfiffigen Aufklebern verschönert hat und eine von rund 30 Teilnehmern der Rollator-Rallye im Biergarten des Café Simonzz am Arrenberg ist. Um moderne und elektrounterstützte Rollatoren zu entwickeln, startete die Wuppertaler Forschungsgemeinschaft bestehend aus dem Lehrstuhl Konstruktion der Universität Wuppertal, den Maschinenbauspezialisten der Global C GmbH, dem Wuppertaler Design-Unternehmen Generationdesign GmbH und der Bow2Go GmbH eine Rallye für Rollator-Nutzer. Dokumentiert wurde: Wo liegen die Schwachstellen herkömmlicher Rollatoren? Was kann verbessert werden?

Vielfältige Anforderungen an den Rollator der Zukunft

Menschen, deren Gehfähigkeit eingeschränkt ist, wären glücklich über einen Rollator, der nicht zu schwer ist und trotzdem eine Sitzmöglichkeit zum Ausruhen bietet. Das Gerät müsse in der Handhabung Bordsteine überwinden können, über holprige Gehwege gleiten, und den Einstieg in öffentliche Verkehrsmittel erleichtern.

„Das ist der Startpunkt einer innovativen Entwicklung, denn als Hilfsmittel zur Mobilität wird der Rollator zukünftig immer wichtiger“, sagt Holger Bramsiepe, Geschäftsführer der Firma Generationdesign und Initiator des Projekts. Jeder der Teilnehmer konnte mit seinem eigenen Rollator einen Parcours mit möglichen Hindernissen, wie einem Sandweg, rutschigem Laub oder gefährlichen Bordsteinkanten, passieren.

„Der ist mir zu schwer“, klagte Doris Stessmann aus Vohwinkel. Sie wünscht sich mehr Informationen zur besseren Handhabung des Rollators. „Berghoch fährt der Rollator zu schwer und in öffentlichen Verkehrsmitteln rutscht er schnell weg. Regenschirme und Gehstöcke sollten in Halterungen gut erreichbar sein“, bemängelten die Teilnehmer, die eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen machten.

„Der ist mir zu schwer.“

Doris Stessmann kritisiert die herkömmlichen Rollatoren

Sylvia Schmid von den WSW parkte einen Bus absichtlich ungünstig am Fahrbahnrand. „Der feste Haltegriff in der Einstiegstür bietet Sicherheit. Rollator-Nutzer sollten sich schon eine Haltestelle vorher auf den Ausstieg vorbereiten“, empfiehlt Sylvia Schmid, die die Seniorenbusschule der WSW leitet. Für eine Auflockerung sorgte Ingo Woite von der Tanzschule Schäfer bei Kaffee und Kuchen. Mit Walzermusik leitete er die Teilnehmer zum Rollator-Tanz an.

„Der Prototyp des neuen Rollator wird in zwei Jahren sein TÜV-Zertifikat erhalten. Wir wollen das Wissen der Nutzer bei der Entwicklung einbeziehen. Sie können die neuen Produkte aus Wuppertal dann als Erste testen“, sagte Holger Bramsiepe.

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