Während es an der Kohlfurther Brücke nun weiter geht, zeigen sich an den ersten Straßen massive Schäden.

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Nach der Jakobstreppe (Bild) wurde jetzt auch die Treppe an der Adlerbrücke gesperrt.

Nach der Jakobstreppe (Bild) wurde jetzt auch die Treppe an der Adlerbrücke gesperrt.

Mit diesem Foto dokumentiert die Stadt Schäden auf der Nützenberger Straße.

Uwe Schinkel, Bild 1 von 2

Nach der Jakobstreppe (Bild) wurde jetzt auch die Treppe an der Adlerbrücke gesperrt.

Wuppertal. Die Kuh jetzt endlich vom Eis zu holen, ist in der Kohlfurth weit mehr als nur eine Redewendung: Nach der Zwangspause durch Schnee und Frost gehen die Sanierungsarbeiten an der Brücke nun in die nächste Runde. Wenn man so will, wiegt diese Kuh - in Form zweier Fachwerk-Konstruktionen, die am Donnerstag per Kran aus dem Bauwerk gehoben wurden - gut 50 Tonnen. Unterdessen braut sich an anderer Stelle Böses zusammen: Nach dem Frost zeigen sich die ersten massiven Schäden durch Schlaglöcher.

Nur noch mit 10 km/h über die Nützenberger Straße fahren

Den Anfang macht - wenig überraschend - die Nützenberger Straße. Wie berichtet, gehört sie seit Jahren zu den "Sorgenstraßen" der Stadt: Sie in einem Zug zu sanieren, würde mehr als eine Million Euro Kosten - Geld, das die Stadt nicht hat. Wurden vor diesem Hintergrund bereits kleinere Abschnitte saniert, ziehen sich jetzt riesige Löcher durch die Nützenberger Straße. "Und wir befürchten, das ist erst der Anfang", schätzt Uwe Seidel vom Verkehrsressort auf WZ-Nachfrage. Nach dem starken Frost rechne man beim Tauwetter mit weiteren Straßenaufbrüchen im Stadtgebiet: Hält das gefrorene Wasser unter den schadhaften Stellen die Fahrbahn zunächst noch stabil, sacken die betroffenen Flächen beim Abtauen nun mit Macht in sich zusammen.

In den nächsten Wochen werde man einen Überblick über das Ausmaß aller Schäden bekommen. Dass man Schäden bislang nur notdürftig mit so genanntem Kalt-Asphalt reparieren konnte, hat laut Seidel auch mit der Versorgungslange zu tun: Angesichts des Frostwetters haben die Mischwerke ihre Asphalt-Produktion erst einmal komplett eingestellt - eben weil diverse Baustellen ruhten. Jetzt kommt diese Maschinerie wieder in Gang, und die Nachfrage auch in Wuppertal wird nicht lange auf sich warten lassen. Wie hoch das finanzielle Ausmaß der Winterschäden sein wird, lässt sich noch nicht beziffern. Aber: Bis auf Weiteres gilt wegen der Unfallgefahr auf der Nützenberger Straße erst einmal Tempo 10.

Unabhängig davon laufen mit der Kohlfurth nun erst einmal die ohnehin schon geplanten und in Angriff genommenen Bauarbeiten wieder an.

Nach dem Tauziehen um die Finanzierung der Brücken-Sanierung in der Kohlfurth mussten die Bauarbeiten selbst wiederholt verschoben werden. Nach dem Wintereinbruch war es für Arbeiten an den Widerlagern des Bauwerks zu kalt.

Mit dem Kran-Einsatz gehen die Arbeiten nun weiter: Die ausgehobenen und per Tieflader abtransportieren Bauteile werden in der Werkstatt nun per Sandstrahl bearbeitet, von Farben und Ablagerungen befreit - und im Anschluss neu aufbereitet.

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