Der Förderverein ist eingetragen. Jetzt wird um Mitglieder und Sponsoren geworben.

Tanzzentrum
Le Sacre du Printemps (Das Frühlingsopfer) ist eines der bekanntesten und beliebtesten Stücke von Pina Bausch. Archiv

Le Sacre du Printemps (Das Frühlingsopfer) ist eines der bekanntesten und beliebtesten Stücke von Pina Bausch. Archiv

Uwe Schinkel

Le Sacre du Printemps (Das Frühlingsopfer) ist eines der bekanntesten und beliebtesten Stücke von Pina Bausch. Archiv

Wuppertal. Der Vorstand des Vereins der Freunde und Förderer eines internationalen Tanzzentrums Pina Bausch macht ernst. Der Gründung des Vereins ist in diesen Tagen der Eintrag ins Register gefolgt.

Nun machen sich der ehemalige Kulturdezernent Heinz Theodor Jüchter und seine Mitstreiter an die Arbeit.

Es geht darum, die aktuelle Bundesregierung an ihr Versprechen zu erinnern, das Internationale Tanzzentrum Pina Bausch zu unterstützen. Es geht darum, keinen Zweifel daran aufkommen zu lassen, dass so eine Institution nur in Wuppertal entstehen kann und sonst nirgendwo. Und es geht um Geld. „Das Tanztheater muss einfach erhalten bleiben“, sagt Jüchter.

Wenn dieses Ziel erreicht werden und das Ensemble von Pina Bausch obendrein auch noch eine Spielstätte im Schauspielhaus bekommen soll, dann ist bundesweite Unterstützung notwendig. Allein der Umbau des derzeit vom Verfall bedrohten, denkmalgeschützten Gebäudes an der Kluse schlägt nach ersten Schätzungen mit 40 Millionen Euro zu Buche.

Noch schwerer wiegen die Folgekosten, sollte dort tatsächlich einmal das Tanzzentrum beheimatet sein. „Wir müssen alle Kosten spitz berechnen, damit wir wissen, was auf uns zukommt“, sagt Jüchter.

Im Jahr 3,5 Millionen Euro für das Wuppertaler Tanztheater

Angesichts der schwierigen Finanzlage der Stadt hat die Idee ohne Zusagen von Bund und Land keine Zukunft. Davon ist auch Jüchters Stellvertreter im Förderverein, der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Bialas, überzeugt. „Die Fördermittel müssen verstetigt werden.“

Derzeit unterstützt die Stadt Wuppertal das Tanztheater Pina Bausch mit etwa 2,5 Millionen Euro im Jahr, das Land NRW schießt eine Million hinzu. Der Bund gibt bisher gar nichts. Das soll sich nach den Ankündigungen im Koalitionsvertrag jedoch ändern. Wann und wie viel Geld aus Bundeskassen gegebenenfalls in das Tanzzentrum fließen wird, steht dort allerdings nicht.

Der neue Verein will aber in jedem Fall sein Scherflein dazu beitragen, dass es was wird mit dem Internationalen Tanzzentrum Pina Bausch in Wuppertal. Und er will, dass sich möglichst viele an der Verwirklichung dieses Traums beteiligen können. Deshalb gibt es die Mitgliedschaft schon für zehn Euro im Jahr. Darüber hinaus will er um Gönner und Sponsoren werben.

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