Die Gründer Helga und Ernst Fern vermittelten schon im Fernsehen Walzer und Cha-Cha-Cha.

Die Gründer Helga und Ernst Fern vermittelten schon im Fernsehen Walzer und Cha-Cha-Cha.
Das Jubiläum feierte die Tanzschule Fern mit einen Gala-Abend zum Thema „Moulin Rouge“.

Das Jubiläum feierte die Tanzschule Fern mit einen Gala-Abend zum Thema „Moulin Rouge“.

Stefan Fries

Das Jubiläum feierte die Tanzschule Fern mit einen Gala-Abend zum Thema „Moulin Rouge“.

Elberfeld. Helga und Ernst Fern waren den Wuppertalern schon ein Begriff, als sie 1968, also genau vor einem halben Jahrhundert in Elberfeld Morianstraße/ Ecke Brausenwerth ihre Tanzschule eröffneten. Man kannte das Tanzlehrerehepaar nämlich seit Jahren aus dem Fernsehen, wo sie nach dem Motto „Gestatten Sie“ und später „Tanzparty mit dem Ehepaar Fern“ den Bundesbürgern auf dem Schwarz-Weiß-Bildschirm den langsamen Walzer ebenso näher brachten wie den Foxtrott, Cha-Cha-Cha und Tango. Das Firmenjubiläum hat die Tanzschule Fern mit einen Gala-Abend zum Thema „Moulin Rouge“ in stilgerechten Kostümen gefeiert.

Unter den Schülern finden sich alle Generationen

In der Tanzschule achtete man damals streng auf Etikette, gutes Benehmen und Respekt voreinander. Tugenden, die sich in den Tanzschulen auch ins neue Jahrtausend gerettet haben: Auch heute noch werden den Schülerinnen und Schülern angenehme Umgangsformen vermittelt – auch wenn man zur Tanzstunde nicht mehr mit Krawatte oder im Kleid erscheinen muss.

„Da geht es ganz leger zu“, erklärt Sonja Fern-Gaßmann, die Tochter des prominenten Fernsehpaares. Sie legt aber bei besonderen Anlässen wie Schlussbällen Wert auf Abendgarderobe. „Dann wird bei uns aus den beiden durch einen Spiegel getrennten Sälen einer gemacht, es wird weiß eingedeckt, und die ganze Atmosphäre ist so, dass dazu auch einfach angemessene Garderobe gehört.“

Das schätzen ihre Schülerinnen und Schüler, zu denen von Kindern bis zu Senioren allen Generationen gehören. „Ein Paar war schon vor 50 Jahren dabei und ist uns bis heute treu geblieben“, freut sich die Inhaberin. Sie hat schon 1976 als Gymnasiastin bei ihren Eltern hospitiert und übernahm nach ihrer dreijährigen Ausbildung zur ADTV-Tanzlehrerin 1982 mit ihrer Mutter das Institut, das sie seit 1995 – ein Jahr zuvor zog man an die Bundesallee – allein führt.

Wer sich in den Räumen auf der Bundesallee 245 umschaut, der spürt die Wohlfühl-Atmosphäre, die nicht nur das gemütliche Mobiliar vermittelt. „Viele Paare haben sich hier bei uns kennen gelernt“, sagt die Dame des Hauses.

Auf dem glänzenden Parkett werden die zehn Gesellschafts- und Turnier-Tänze Standard und Latein ebenso vermittelt wie der „Tango argentino“, „Dance4Fans“, wo Tochter Franzsika als begeisterte Tänzerin und Junior-Instruktorin fungiert, oder der Disco-Fox. Sonja Fern-Gaßmann bietet auch Hochzeitskurse an.

Auch ein wenig Lebenshilfe sieht die Tanzlehrerin als ihre Aufgabe an: „Man muss den jungen Menschen auch bisweilen erklären, worauf es zum Beispiel bei Vorstellungsgesprächen ankommt.“ Aber über allem steht der Spaß, dazu finden regelmäßig Tanztees statt.

So will man mit Optimismus und elegantem Schwung in die zweite Hälfte des Tanzschulen-Jahrhunderts gehen. Und blickt schon aufs nächste Fest: „Den Zeitpunkt unseres Sommerfestes werden wir nach den Spielen der Fußballweltmeisterschaft richten, also auf keinen Fall, wenn Deutschland auftritt“, so Fern-Gaßmann.

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