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Die Täter schlugen in Wuppertal die Autoscheibe eines Geldboten ein (links). Sie waren mit diesem Motorrad (rechts) unterwegs.

Die Täter schlugen in Wuppertal die Autoscheibe eines Geldboten ein (links). Sie waren mit diesem Motorrad (rechts) unterwegs.

Stefan Rossbach/Polizei

Die Täter schlugen in Wuppertal die Autoscheibe eines Geldboten ein (links). Sie waren mit diesem Motorrad (rechts) unterwegs.

Wuppertal. Der Überfall auf einen Geldboten der Shell-Tankstelle an der Uellendahler Straße am 14. September dieses Jahres - Beute: 20.000 Euro - ist offenbar aufgeklärt. In Berlin wurden drei Italiener (28, 38, 40) festgenommen. Dem Trio werden zehn weitere Taten zur Last gelegt. Die Masche war immer dieselbe: Die Männer stoppten auf einem Motorrad neben einem Auto. Der Sozius schlug die Scheibe ein, schnappte sich die Tasche des Autofahrers, in Wuppertal die des Tankstellen-Geldboten. Dann flüchteten sie, der Autofahrer hatte im dichten Verkehr die Nachsicht - Verfolgung zwecklos. Diese Masche ist laut Polizei aus Südfrankreich bekannt, gilt aber in Deutschland als äußerst unüblich.

In Hamburg sollen die drei Männer am 23.April 9000 Euro, in Berlin am 30.April 40.000 Euro, in Heidelberg am 10. Juni 9000 Euro, in Köln am 22. Juni 3000 Euro, in Dortmund am 25. Juni 6100 Euro, in Osnabrück am 16. Juli  2000 Euro, in Düsseldorf am 28. Juli 11000 Euro, in Essen am 31. Juli 3000 Euro, in Hagen am 11. September 3000 Euro und am 5. Oktober in  Leipzig 6000 Euro erbeutet haben.

Die drei Tatverdächtigen befinden sich in U-Haft. Laut Kripo Köln werden sie auch von den italienischen Behörden gesucht. In Deutschland waren sie bisher noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten. Die Kölner Fahnder gehen aber davon aus, dass die drei Männer schon 2008 aktiv waren.

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