Teilnehmer aus dem ersten Semester konnten einiges über die Geschichte der Trasse erfahren.

Mirke. Das nass-kalte Herbstwetter lud nicht gerade zum Fahrradfahren ein. Dennoch trafen sich zwölf Erstsemesterstudenten des Lehrstuhls Straßenverkehrstechnik der Bergischen Universität gemeinsam mit Lutz Eßrich von der Wuppertalbewegung am Mirker Bahnhof, um den Freizeitweg kennen zu lernen.

„Die Universität veranstaltet zu Beginn jedes Wintersemsters solche Exkursionen“, berichtete Michele Bifulco, Hilfswissenschaftler des Lehrstuhls Straßenverkehrstechnik. Der Remscheider hatte den Ausflug für die Neuen organisiert. „Wir sind das erste Mal auf der Nordbahntrasse“, sagte er. Von den zwölf Teilnehmern stamme keiner aus Wuppertal.

Mirke war als Hauptbahnhof der Bahnstrecke geplant

Durch die Kälte zitterten einige der Studenten zwar – lauschten aber dennoch gespannt dem Fachwissen, das Lutz Eßrich preisgab. „Die Trasse war ursprünglich eine Strecke der rheinischen Bahngesellschaft, der Mirker Bahnhof sollte als Hauptbahnhof fungieren“, erzählte der Vorsitzende der Wuppertalbewegung. Im Jahr 1978 seien die Kosten allerdings explodiert und somit die Bahnstrecke nicht fertig gestellt worden. Bevor die Führung zum Bergischen Plateau starten konnte, merkte Lutz Eßrich noch an: „Ich bin froh, Ihnen heute den Freizeitweg zu präsentieren. Genießen Sie unerwartete Perspektiven.“

Einer der Studenten schien besonders interessiert. Er erkundigte sich bei Eßrich, ob die Zahl der Radfahrer durch die Trasse gestiegen sei. „Ja“, entgegnete der zweite Vorsitzende der Wuppertalbewegung, „aber wir haben sehr klein angefangen.“ Patrick Mayregger kommt aus Bielefeld und wohnt seit etwa zwei Wochen in einer WG im Tal. „Ich finde besonders die Radverkehrstechnik spannend“, sagt er, „deshalb finde ich die Führung super.“ Es sei bemerkenswert, wie kreativ die Stadt mit den Höhenunterschieden umgehe. Auch Gina Göbel aus Remscheid gefiel die Exkursion: „Ich war bisher nur am Mirker Bahnhof, stelle mir den Weg für Radfahrer aber sehr schön vor.“ Die Düsseldorferin Kerstin Dünchheim kann sich die Trasse im Sommer perfekt für Sport vorstellen, bei regnerischem Wetter aber „eher nicht“.

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