Bei einer Reparatur nach einem Stromausfall sollen die Stadtwerke die Therme beschädigt haben.

Barmen
Arturo Annunziata und der Grund für das Ärgernis – die defekte Gastherme.

Arturo Annunziata und der Grund für das Ärgernis – die defekte Gastherme.

Stefan Fries

Arturo Annunziata und der Grund für das Ärgernis – die defekte Gastherme.

Barmen. Antonella und Arturo Annunziata sind wütend und verzweifelt zugleich. Schuld daran sind die WSW, die nach ihrer Meinung einen technischen Fehler zu verantworten haben, der die Ursache dafür ist, dass die Heizung in einer Etage ihres Mehrfamilienhauses an der Emilienstraße nicht mehr funktioniert.

„Da ist die Therme kaputt, und weder Heizung noch Warmwasser funktionieren“, klagt Antonella Annunziata, was natürlich zur Folge hat, dass die Wohnung derzeit nicht zu vermieten ist. Die Ursache für die Misere liegt schon rund drei Monate zurück. Am 10. Oktober waren im Haus und in der Nachbarschaft die Stromversorgung ausgefallen. „Wir haben damals die Störungsstelle angerufen, und da haben die Stadtwerke auch schnell reagiert und sogar in Nachtarbeit wieder alles repariert“, so Arturo Annunziata.

Bei Reparaturarbeiten soll die Therme beschädigt worden sein

„Bei diesen Reparaturarbeiten ist aber eine Muffe so beschädigt worden, dass auf der einen Etage der Geyser nicht mehr funktioniert. Wir haben das damals nicht bemerkt, weil die Wohnung zu diesem Zeitpunkt nicht vermietet war“, erklärt Arturo Annunziata. „Aber als wir dann Interessenten für die Wohnung hatten, haben wir schnell bemerkt, dass wir die ganze Etage nicht mehr beheizen konnten und es natürlich auch kein warmes Wasser gab.“

Der benachrichtigte Handwerker hat den Eheleuten dann bestätigt, dass die seinerzeit bei den Reparaturarbeiten der WSW beschädigte Muffe und die dadurch entstandene Überspannung die Ursache ist. „Das haben wir den Stadtwerken auch mitgeteilt und um Übernahme der Kosten für die Reparatur gebeten. „Allerdings ohne Erfolg“ sagt Annunziata. Noch mehr geärgert haben die beiden sich, als bei einem Besuch in der WSW-Zentrale kein zuständiger Sachbearbeiter zu sprechen war. „Wir wurden behandelt wie Menschen zweiter Klasse“, empört sich Arturo Annunziata. „Man kann uns doch nicht auf den Kosten sitzenlassen“, sagt Antonella und verweist auch auf die Einnahmeverluste, weil die Etage zurzeit natürlich nicht zu vermieten ist. „Und wer weiß, was an Frostschäden auf uns zukommt.“

Beim Streit um die defekte Therme eine Vermieters haben wir gestern berichtet, dass die WSW für eine Stellungnahme nicht zu erreichen waren. Das ist nicht richtig. Durch einen Übermittlungsfehler in der Redaktion ist die Stellungnahme heute leider nicht erschienene. Die WSW hatten dazu auf unsere Anfrage erklärt, es habe einen Briefwechsel mit Vermieter Arturo Annunziata gegeben, in dem er um Begleichung einer Elektriker-Rechnung in Höhe von 85 Euro gebeten habe. „Es war aber für uns nicht ersichtlich, dass die kaputte Platine in der Therme mit unserem Ausfall der Stromversorgung in Zusammenhang steht“, so WSW-Sprecher Holger Stephan.

Leserkommentare (16)


() Registrierte Nutzer