Busse und die Schwebebahn fahren nicht, Mülltonnen werden nicht geleert, Kindergärten bleiben geschlossen.

Die Schwebebahn kennt fast jeder. Aber was ist außerdem ein guter Werbeträger für die Stadt?
Auch die Schwebebahn fährt am Mittwoch nicht.

Auch die Schwebebahn fährt am Mittwoch nicht.

A. Fischer/A. Schwartz

Auch die Schwebebahn fährt am Mittwoch nicht.

Wuppertal. Nächsten Mittwoch, 27. April, wird sich Wuppertal im Ausnahmezustand befinden: Die Gewerkschaften Verdi und Komba kündigen für den Öffentlichen Dienst großflächige Streiks an. Davon sind alle städtischen Behörden, aber auch die des Bundes betroffen.

Egal, ob Busse, Müllabfuhr, Kindergärten oder Einwohnermeldeamt – um nur einige Bereiche zu nennen, in denen die Mitarbeitenden zur Arbeitsniederlegung aufgerufen sind: Es wird zu erheblichen Einschränkungen kommen.

„Notfallpläne können wir nicht machen, denn jeder hat das Recht zu streiken und wir wissen nicht, wer alles von seinem Recht Gebrauch macht“, sagt Thomas Eiting, Pressesprecher der Stadt. Denn selbst die rund tausend Beamten bei der Stadt, die nicht streiken dürfen, könnten an diesem Tag aus anderen Gründen, wie Krankheit oder Urlaub, fehlen.

Entwarnung gibt Eiting nur für Angelegenheiten, für die im Vorfeld ein Termin ausgemacht worden sei, beispielsweise bei der Zulassungsstelle. Gute Nachricht auch für Hochzeitspaare: „Natürlich werden auch die Trauungen im Standesamt vollzogen“, so Thomas Eiting.

Eltern können sich hingegen jetzt schon darauf einstellen, dass die Kindergärten am Mittwoch grundsätzlich geschlossen haben. Einige Einrichtungen bieten zwar Notbetreuung für die Kinder von Berufstätigen an, aber das Angebot bezieht sich dann nur auf die Kinder in dieser Kita und wird nicht vom Stadtbetrieb koordiniert.

Große Probleme werden Nutzer von Bussen und Bahnen haben, denn die werden am Mittwoch nicht fahren, wie die Stadtwerke mitteilen. Auch die Kundencenter bleiben geschlossen. „Die Versorgung der Wuppertaler Bevölkerung mit Strom, Gas, Wasser und Wärme bleibt selbstverständlich gewährleistet“, heißt es ergänzend.

Die Beschäftigen im Öffentlichen Dienst streiken, weil die Gewerkschaften sechs Prozent mehr Gehalt gefordert haben, die Arbeitgeber bislang aber nur 0,6 Prozent für das Jahr 2016 und 1,2 Prozent für 2017 bieten. Beschäftigte im Sozialwesen, darunter die Erzieherinnen in den Kitas, sind trotz ihres mehrwöchigen Streiks im vergangenen Jahr wieder dabei. 2015 hatten sie für eine generelle Höherbewertung ihrer Stellen gestreikt.

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