Rund 100 Teilnehmer spazierten am Silvestertag mit Stadtführer Frank Khan durch das Briller Viertel.

Stadtführer Frank Kahn ist mit rund 100 Teilnehmern durch das Briller Viertel spaziert. An vielen Stellen – hier die Roonstraße – legte er Stopps ein, um seine Zuhörer mit Informationen zu versorgen.
Stadtführer Frank Kahn ist mit rund 100 Teilnehmern durch das Briller Viertel spaziert. An vielen Stellen – hier die Roonstraße – legte er Stopps ein, um seine Zuhörer mit Informationen zu versorgen.

Stadtführer Frank Kahn ist mit rund 100 Teilnehmern durch das Briller Viertel spaziert. An vielen Stellen – hier die Roonstraße – legte er Stopps ein, um seine Zuhörer mit Informationen zu versorgen.

Andreas Fischer

Stadtführer Frank Kahn ist mit rund 100 Teilnehmern durch das Briller Viertel spaziert. An vielen Stellen – hier die Roonstraße – legte er Stopps ein, um seine Zuhörer mit Informationen zu versorgen.

Elberfeld. Damit hatte keiner gerechnet: Sowohl Stadtführer Frank Kahn als auch die Teilnehmer des Stadtrundgangs waren mehr als überrascht, als etwa 100 Menschen am Treffpunkt zusammenkamen, um am letzten Tag des alten Jahres gemeinsam vom Mahnmal im Deweerthschen Garten in Richtung des niederländisch reformierten Friedhofs auf der Katernberger Straße aufzubrechen.

Bei milden Temperaturen und Sonnenschein ging es durch das Briller Viertel - und spätestens beim Anstieg über die Sadowastraße war auch dem fittesten Stadtspaziergänger klar, was Kahn zu Beginn des Rundgangs meinte, als er von einem „strammen Programm“ sprach. Die Themen des Silvester-Rundgangs reichten vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Zeit der Nationalsozialisten.

Zwischenstopp an der Frowein-Villa

Nur wenige Schritte vom Mahnmal entfernt, das am 19. November 1958 aufgestellt wurde und an das Konzentrationslager Kemna zwischen Oberbarmen und Beyenburg erinnert, legte Kahn den ersten Stopp ein und nahm die in Stein gemeißelten Symbole an der Häuserwand der Frowein-Villa unter die Lupe. „Der kleine Junge in der Mitte trägt als Zeichen für die Wuppertaler Textilgeschichte eine Tuchrolle“, erklärte Kahn. Nachdem die Villa 1928 an Elberfeld verkauft wurde und zehn Jahre als naturwissenschaftliches Museum genutzt wurde, hätten die Räumlichkeiten ab 1938 als Büros für die NSDAP herhalten müssen. „Wir nehmen öfter an den Stadtführungen in Wuppertal teil. Bei so vielen Leuten wie heute ist es schwierig, alles mitzubekommen“, sagten Teilnehmer Georg und Petra Schulze.

Vieles wusste Kahn über Peter de Weerth zu berichten, der von 1780 bis 1790 als Textilkaufmann tätig war. „Der Pflanzenfreund hat sich viel in England abgeguckt und im Deweerthschen Garten umgesetzt. 1954 kaufte die Stadt der Familie den Garten ab und machte ihn für die Öffentlichkeit zugänglich.“

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