Beim Stiftungskonzert der Kantorei Barmen-Gemarke stand die Königin der Instrumente – die Orgel – im Vordergrund.

Wolfgang Kläsener begleitete die Frauen der Kantorei Barmen-Gemarke mit hoher Virtuosität.
Wolfgang Kläsener begleitete die Frauen der Kantorei Barmen-Gemarke mit hoher Virtuosität.

Wolfgang Kläsener begleitete die Frauen der Kantorei Barmen-Gemarke mit hoher Virtuosität.

Stefan Fries

Wolfgang Kläsener begleitete die Frauen der Kantorei Barmen-Gemarke mit hoher Virtuosität.

Wuppertal. Stiftungskonzerte sind Werbung in eigener Sache. In der Regel ist der Eintritt kostenlos. Man will ja Kulturinteressierte anlocken, damit sie gerne ein paar, mehrere oder ganz viele Euro locker machen. So war es auch in der Immanuelskirche, als die Stiftung der Kantorei Barmen-Gemarke zu ihrer alljährlichen Veranstaltung bat. In den Klingelbeutel am Ausgang wurden kleine und große Geldscheine gelegt.

Der Termin 19. März war wohl überlegt. Denn auf den Tag genau vor 50 Jahren wurde die klangprächtige Schuke-Orgel in dem kürzlich auf den Namen „Kulturzentrum Immanuel“ getauften Oberbarmer Sakralbau eingeweiht. Dementsprechen stand diese Königin der Instrumente im Mittelpunkt des kurzweiligen Abends.

Kein geringerer als Wolfgang Kläsener, Leiter der Kantorei Barmen-Gemarke, setzte sich an den Spieltisch, um die klangliche Vielfalt des Instruments zu demonstrieren. Herausragende Werke aus drei Epochen hatte er dafür ausgesucht: Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge in Es-Dur (BWV 552), Charles-Marie Widors populäre Toccata aus seiner 5. Orgelsinfonie und aus dem großen Zyklus „La Nativité du Seigneur“ (Die Geburt des Herrn) das letzte Werk „Dieu parmi nous“ (Gott unter uns) von Olivier Messiaen.

Virtuose Spieltechnik und exzellente Spannungsbögen

Ein bestens disponierter, großartiger Organist war zu erleben, der mit adäquaten Registrierungen, virtuoser Spieltechnik und exzellenter Gestaltung von musikalischen Spannungsbögen begeistern konnte.

Auch die Kantorei Barmen-Gemarke war selbstredend mit dabei. Die 19 Frauen sangen die im deutschsprachigen Raum selten aufgeführte „Messe Basse“ (stille Messe) von Gabriel Fauré hoch motiviert und einfühlsam. Die sieben Herren des traditionsreichen Chors waren für Petr Ebens „Missa Adventus et quadragesimae“ für einstimmigen Männerchor zuständig, die sie mit großem Engagement vortrugen. Dabei wurden beide Chorabteilungen sehr mitatmend von Kläsener an der Orgel begleitet.

Das nächste Konzert der Kantorei Barmen-Gemarke findet am Sonntag, 2. April, im Opernhaus Barmen, Kurt-Drees-Straße 4, statt. Die Kantorei beteiligt sich dann am Tanztag, der durch die Matthäus-Passion inspiriert ist.

Und das im vergangenen Jahr neu gegründete Vokalquintett der Wuppertaler Musikhochschule bot unter ihrer Leiterin Tanja Tismar als sensible Klavierbegleiterin weltliche Gesangsliteratur. Als Duo, Quartett und Quintett gestalteten sie die insgesamt zwölf Lieder von Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann und Franz Schubert plus einer Zugabe angenehm unterhaltsam mit viel Verve und Esprit.

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