Stiftung Willibrord Lauer erfüllt Bewohner von Alten- und Pflegeheimen Weihnachtswünsche.

Stiftung Willibrord Lauer erfüllt Bewohner von Alten- und Pflegeheimen Weihnachtswünsche.
Peter Wiehle (Kuratoriums-Vorsitz, v.l.), Bezirksbürgermeister Hans-Hermann Lücke, Gerd von der Heyde (Stiftungs-Geschäftsführer), Sören Diehl (Volksbank), Prälat Michael Haupt und Hardy Burdach (Volksbank-Vorstand) überbrachten die frohe Kunde.

Peter Wiehle (Kuratoriums-Vorsitz, v.l.), Bezirksbürgermeister Hans-Hermann Lücke, Gerd von der Heyde (Stiftungs-Geschäftsführer), Sören Diehl (Volksbank), Prälat Michael Haupt und Hardy Burdach (Volksbank-Vorstand) überbrachten die frohe Kunde.

Stefan Fries

Peter Wiehle (Kuratoriums-Vorsitz, v.l.), Bezirksbürgermeister Hans-Hermann Lücke, Gerd von der Heyde (Stiftungs-Geschäftsführer), Sören Diehl (Volksbank), Prälat Michael Haupt und Hardy Burdach (Volksbank-Vorstand) überbrachten die frohe Kunde.

Wuppertal. Es war in den vergangenen mehr als drei Jahrzehnten guter alter Brauch, dass die Credit- und Volksbank alljährlich rund um Nikolaus die Vertreter von Alten- und Pflegeheimen in ihre Hauptverwaltung einlud, um die Erträge aus der von ihr ehrenamtlich verwalteten Wilibrord-Lauer-Stiftung zugunsten der Sozialhilfe-Empfänger in den Einrichtungen auszuschütten. Dieser Tradition ist auch die Volksbank im Bergischen Land, zu der die CVB und die Volksbank Remscheid/Solingen in diesem Jahr fusioniert hatten, gern gefolgt. Und so wurden auch gestern anlässlich der 35. Ausschüttung 65 000 Euro bargeldlos verteilt.

Und zwar in einer stimmungsvollen Feierstunde im „Bootshaus“, bei der der Stiftungsvorstand Sören Diehl, Geschäftsführer Gerd von der Heyde und die Kuratoriumsmitglieder Rechtsanwalt Peter Wiehle, Hardy Burdach und Prälat Michael Haupt von St.Antonius die Vertreter der Altenheime und den Barmer Bürgermeister Hans Hermann Lücke ebenso begrüßten wie einige Heimbewohner.

Kitakinder waren der eigentliche Star der Ausschüttung

Ebenfalls dabei – und die eigentlichen Stars der liebenswürdigen Feier: zwölf Kinder des Kindergartens der St. Antonius-Gemeinde. Die hatten unter der Regie des Erzieher-Trios Jessica Kowollik, Barbara Greloff und Dominic Dausend muntere Adventslieder einstudiert, ein kleines Theaterstück aufgeführt und damit die Herzen der Anwesenden im Sturm erobert. Mit besonderer Inbrunst wurde natürlich „Lasst uns froh und munter sein“ geschmettert und die Zeile „Dann lauf ich zum Teller hin“ durch dröhnendes Getrappel eindrucksvoll untermalt.

Stiftungsgeschäftsführer Gerd von der Heyde verteilte die Schecks und erinnerte an den 1980 verstorbenen Stifter Willibrord Lauer, der sich zeit seines Lebens eines spartanischen Lebenswandels befleißigt und die Erträge aus seiner Drogerie in Immobilien auf dem Barmer Werth angelegt hatte. Bei seinen täglichen Gängen über den Werth hatte er für Kinder meist Bonbons in der Tasche, und als „wertvolle“ Geschenke verteilte er blanke Pfennigstücke, die auf Bierdeckel geklebt waren. Lauer, ein Original, das den Ehrennamen „Bürgermeister vom Werth“ trug und sich allgemeiner Beliebtheit erfreute.

Sein Wunsch: Die „Armen in Barmen“ sollten die Erträge aus seinen Immobilien erhalten und sich zu Weihnachten einen kleinen persönlichen Wunsch erfüllen. Als Kunde der Credit- und Volksbank beauftragte er das traditionsreiche Geldinstitut mit der Verwirklichung seines letzten Willens, und die Bank rief die Willibrord-Lauer-Stiftung ins Leben, die seit 1983 dem Wunsch Lauers nachkommt. Inzwischen sind es 3 130 000 Euro, die im Laufe der dreieinhalb Jahrzehnte ein kleines Licht in die Adventszeit der Sozialhilfeempfänger in den Alten- und Pflegeheimen gebracht haben, die sicher in Dankbarkeit des kauzigen Menschenfreundes gedenken. „Diese Tradition wird auch von der Volksbank im Bergischen Land fortgesetzt“, versicherte Kuratoriumsmitglied Hardy Burdach, der gleichzeitig Vorstandsmitglied des Instituts ist.

Gerd von der Heyde, Firmenkundenberater der Bank und ausgewiesener Kunstfreund, schlug die Brücke des legendären „Herrn Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, der sich bekanntlich eine Birne ins Grab legen ließ, damit die Mädchen und Jungen in späteren Jahren weiterhin vom Birnbaum, der aus seinem Grab wuchs, die Früchte ernten konnten, zu Willibrord Lauer. Bühnenreif rezitierte von der Heyde das Gedicht von Theodor Fontane und betonte, dass auch Lauer den Menschen in seiner einstigen Umgebung nach seinem Tode eine stetige Freude machen wollte.

Was auch gelungen ist, obwohl die Vermietungssituation auf dem Barmer Werth seit Jahren Probleme aufwirft und das Stiftungsvermögen angesichts der unbefriedigenden Zinssituation nur bescheidene Erträge bringt. Dennoch ist es bisher stets gelungen, dem Wunsch des Stifters nachzukommen.

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