5,8 Millionen Euro sind an Spenden für das Haus im Burgholz gesichert.

Baustelle
Architekt Wolf-Dieter Gawehn-Harnisch ist optimistisch, dass der Zeitplan beim Umbau der fünf Häuser eingehalten wird.

Architekt Wolf-Dieter Gawehn-Harnisch ist optimistisch, dass der Zeitplan beim Umbau der fünf Häuser eingehalten wird.

Die Gebäude aus den 1960er Jahren sind entkernt. Der milde Winter lässt bisher auch Betonarbeiten zu.

Andreas Fischer, Bild 1 von 2

Architekt Wolf-Dieter Gawehn-Harnisch ist optimistisch, dass der Zeitplan beim Umbau der fünf Häuser eingehalten wird.

Küllenhahn. Der Zeitplan ist ambitioniert: Ende des Jahres 2014 soll das Bergische Kinderhospiz im Burgholz eröffnet werden. Dort sollen dann schwer kranke Kinder und ihre Angehörigen stationär betreut werden. Vieles spricht dafür, dass das ehrgeizige Projekt im eng gesteckten Zeitrahmen bleibt. Und die Spendenbereitschaft im Bergischen Land ist nach wie vor riesengroß. So sind bei der Bergischen Kinderhospizstiftung bisher 5,8 Millionen Euro an Spenden eingegangen oder zugesagt worden, wie Caritasdirektor Christoph Humburg berichtet.

Im Februar soll der Rohbau stehen

„Das ist ein Bergisches Projekt, das funktioniert“, freut sich Humburg über die Unterstützung durch Einzelspender und Stiftungen. Große Fortschritte verzeichnet die Kinderhospizstiftung Bergisches Land aber nicht nur auf ihrem Spendenkonto, sondern auch bei den Bauarbeiten im Burgholz. Selbst in den Wintermonaten geht es bisher aufgrund der milden Temperaturen zügig voran. „Hoffentlich bleibt das Wetter so, denn dann steht der Rohbau bis Ostern. Im Februar beginnen wir, die Dächer der fünf Häuser zu verstärken“, erklärte am Dienstag Wolf-Dieter Gawehn-Harnisch vom Architekturbüro „Gruppe 3“.

Das ehemalige Kinderheim im Burgholz, das aus fünf in den 1960er Jahren gebauten Einzelhäusern besteht, musste zunächst vollständig entkernt werden. In Zukunft sollen die fünf Häuser baulich mit einer Erschließungsspange verbunden sein. In der Höhe von Haus 3 und 4 wird sich der Eingangsbereich befinden. „Ein solcher Umbau ist teurer als ein Neubau auf der grünen Wiese. Doch da das Gebiet ideal für unsere Zwecke ist, sind wir dieses Risiko eingegangen“, sagt Christoph Humburg. Er hofft, dass die Spendenbereitschaft der Wuppertaler nicht nachlässt, denn neben den Baukosten müssen auch die laufenden Kosten gestemmt werden. 700.000 bis 900.000 Euro werden pro Jahr benötigt, da nur ein Teil der Kosten von den Kranken- und Pflegekassen finanziert wird. „Doch unser Konzept sieht ausdrücklich vor, dass die Geschwister und Eltern der schwer kranken Kinder zeitweise im Hospiz wohnen werden“, erklärt Christoph Humburg die zusätzlichen Kosten.

Bis zu zehn Kinder und Jugendliche sollen im Hospiz gleichzeitig betreut werden können. Außerdem werden Eltern und Geschwister im Haus aufgenommen.

Der Caritasverband Wuppertal/Solingen, die Diakonie Wuppertal, die Bethe-Stiftung, die Jackstädt-Stiftung und die EDE haben den ersten Spatenstich am 17. Dezember 2012 vorgenommen. 5 Millionen Euro betragen die Baukosten, 1 Million Euro kostet die Inneneinrichtung.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer