Wie der Wuppertaler Jörg Wintersieg Kindern in Nambia hilft.

Ehrenamt
Kinder wie diese können im namibianischen Swakopmund die von Jörg Wintersieg (zweites Bild) mitfinanzierten Kindergärten besuchen.

Kinder wie diese können im namibianischen Swakopmund die von Jörg Wintersieg (zweites Bild) mitfinanzierten Kindergärten besuchen.

Jörg Wintersieg.

privat/Archiv, Bild 1 von 2

Kinder wie diese können im namibianischen Swakopmund die von Jörg Wintersieg (zweites Bild) mitfinanzierten Kindergärten besuchen.

Wuppertal. Ein gutes Jahr ist vergangen, seit der Wuppertaler Jörg Wintersieg, Angestellter beim Unternehmen Teijin Aramid, den ersten Preis bei einem von seinem Arbeitgeber ausgelobten Preis für ehrenamtliches Engagement gewonnen hat. Für das Projekt „Kleine Engel“, das vier Kindergärten in Swakopmund unterhält, reiste er im vergangenen Jahr mehrmals nach Namibia, um die Früchte seiner Spende in Höhe von 5000 Euro zu begutachten.

Auf die erste Spende folgte der Erlös von „Dönberg hilft“

„Es ist dort ein Steinhaus mit mehreren Räumen für kleine und große Kindergartenkinder entstanden. Sogar sanitäre Anlagen wurden dort eingebaut“, erzählt Wintersieg. Er sieht das Geld bei der ehemaligen Gymnasiallehrerin Lore Bohm, die das Projekt 2003 ins Leben rief und jetzt in Swakopmund lebt, in guten Händen. „Bisher“, so erzählt der Wuppertaler Ehrenamtler, „habe ich mit Helfern vor Ort notdürftig Renovierungsarbeiten an den anderen Kindergarten-Häusern durchgeführt.“ Dünne Pressspanplatten dienen zur Abdichtung des Daches, während Schrank-Rückwände und Reste von Holzpaletten die Hauswände bilden. Denn auch in Namibia scheine nicht immer die Sonne und es werde richtig kalt, so Wintersieg.

Rund 40 Kinder erhalten in den Kindergärten, für die die oft allein erziehenden Mütter etwa zehn Euro im Monat aufbringen müssen, jeden Tag eine warme Mahlzeit. Jeweils eine Erzieherin, eine Helferin und eine Mutter kümmern sich tagsüber um die Zwei- bis Sechsjährigen, die häufig auch aus den Townships, wie die slumartigen Siedlungen der schwarzen Bevölkerung dort bezeichnet werden, kommen. Dass nur etwa die Hälfte aller dunkelhäutigen Neugeborenen in Namibia die Volljährigkeit erlebt, zeigt die Problematik im Land.

„Als ich vor etwas mehr als einem Jahr die Initiatorin Lore Bohm zum ersten Mal in Namibia traf, haben wir gleich gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge sind“, erinnert sich Jörg Wintersieg, der im vergangenen September beim traditionellen Fest „Tag des namibischen Kindes“ viele Freunde wieder getroffen hat. Um auch Lebensmittel, warme Decken, Kleidung und Schuhe für die Ärmsten der Armen, die sich den Kindergarten nicht erlauben können, bereit zu stellen, haben die Verantwortlichen der Aktion „Dönberg hilft“ den Erlös des Konzerts in Höhe von 1500 Euro zugunsten des Projektes „Kleine Engel“ gespendet – damit Jörg Wintersieg auch in diesem Jahr seine Mission fortsetzen kann.

» Mehr Infos zum Projekt bei Jörg Wintersieg, Ruf 495 142, oder auf:

www.projekt-kleine-engel.de

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer