Der Wuppertaler Unternehmer Eberhard Robke unterstützt Doktoranden.

Der Wuppertaler Unternehmer Eberhard Robke unterstützt Doktoranden.
Eberhard Robke (r.) unterstützt die Bergische Universität und deren Doktoranden über den Robke-Fonds jährlich mit 30 000 Euro.

Eberhard Robke (r.) unterstützt die Bergische Universität und deren Doktoranden über den Robke-Fonds jährlich mit 30 000 Euro.

Anna Schwartz

Eberhard Robke (r.) unterstützt die Bergische Universität und deren Doktoranden über den Robke-Fonds jährlich mit 30 000 Euro.

Mit der Bilanz des ersten Jahres ist Eberhard Robke sehr zufrieden. Vor einem Jahr wurde der Eberhard-Robke-Fonds gegründet, mit dem die Bergische Universität Nachwuchswissenschaftler der Schumpeter School of Business und Economics fördert. Ziel ist die finanzielle Unterstützung hervorragender Doktoranden sowie die Internationalisierung und stärkere Vernetzung der Wuppertaler Wirtschaftswissenschaftler. 30 000 Euro stellt der Robke-Fonds dafür jährlich der Fakultät zur Verfügung.

„Ich nehme keinen Einfluss auf die Verwendung.“

Eberhard Robke

Nach einem Gedankenaustausch mit der Fakultätsleitung, der Auswahl-Jury sowie den geförderten Doktorandinnen und Doktoranden, sagte Eberhard Robke: „Ich gebe die 30 000 Euro an die Universität und nehme keinen Einfluss darauf, wie sie verwendet werden. Ich bin sehr erfreut, was daraus im ersten Jahr geworden ist.“

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Eberhard Robke verriet, dass eigentlich nicht er den Anstoß gegeben hatte. „Initiator ist meine Frau. Sie hat mich vor zwei Jahren darauf hingewiesen, dass ich neben meinem Engagement für die Kultur auch etwas für die Bergische Universität tun könnte“, sagte Eberhard Robke schmunzelnd.

Zwölf Doktorandinen und Doktoranden kamen im ersten Jahr in den Genuss einer individuellen Förderung. Das sind weit mehr Einzelfälle als Robke erwartet hatte. Die finanzielle Unterstützung wurde etwa für mehrmonatige Auslandsaufenthalte oder die Teilnahme an internationalen Konferenzen verwendet. So absolvierte Lena Feider zum Beispiel einen mehrmonatigen Forschungsaufenthalt an der University of Washington in Seattle. Ihr aktuelles Thema ist das Retour-Management im Online-Handel.

Jana Wies knüpfte an der University of Victoria in Vancouver persönlichen Kontakt zu führenden Wissenschaftlern wie Prof. Stephen S. Tax. Kathrin Bischoff konnten an der Universität in Graz auf der die Kooperation mit der Bergischen Universität aufbauen. Ihr Thema ist Entrepreneurship und nachhaltige Unternehmensgründung. Alle drei Doktorandinnen erhielten somit die Chance, ihre wissenschaftlichen Arbeiten einem internationalen Publikum in einem relativ frühen Stadium ihrer wissenschaftlichen Laufbahn zugänglich zu machen.

„Ich bin Herrn Robke sehr dankbar, denn in einigen Fällen zuvor musste ich meine Teilnahme an Konferenzen aus finanziellen Gründen absagen. Ein weiterer Punkt ist, dass die Förderung über Europa hinaus geht“, sagt Kathrin Bischoff, die sich bei Auslandsaufenthalten als Botschafterin der Bergische Universität versteht.

Prof. Gerhard Arminger, Mitglied der Jury

„Der Fonds ermöglicht unserem wissenschaftlichen Nachwuchs den für eine erfolgreiche Forschung sehr wichtigen Austausch mit internationalen Experten“, sagt Dekan Prof. Nils Crasselt. Prodekan Prof. Falko Jüßen wies auf die große Bedeutung eines internationalen Feedbacks für den wissenschaftlichen Nachwuchs hin. Zudem biete sich die Möglichkeit, wertvolle persönliche Erfahrungen zu machen.

„In seiner Art ist der Robke-Fonds einmalig“, sagte Jury-Mitglied Prof. Gerhard Arminger, der 36 Jahre an der Bergischen Universität lehrte und einer der Mitinitiatoren der Schumpeter School war. Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften hatte zum Wintersemester 2008/2009 seinen Namen um den Zusatz Schumpeter School of Business and Economics erweitert. Für das kommende Jahr besteht für die aktuell rund 170 Promovenden der Schumpeter School erneut die Möglichkeit, sich für eine Unterstützung aus dem Robke-Fonds zu bewerben. Im ersten Jahr waren 32 Bewerbungen eingegangen, zwölf wurden von der Jury berücksichtigt. Die Jurymitglieder und Eberhard Robke sind sehr zuversichtlich, dass das gute Beispiel des ersten Jahres Schule machen wird und sich für das zweite Jahr wieder zahlreiche qualifizierte Bewerber melden.

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