Im April geht das Bremer Unternehmen Cambio an den Start.

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Wird zum 1. Januar gekürzt: Das Car-Sharing-Angebot der Stadtwerke umfasst bald weniger Stellplätze.

Wird zum 1. Januar gekürzt: Das Car-Sharing-Angebot der Stadtwerke umfasst bald weniger Stellplätze.

Andreas Fischer

Wird zum 1. Januar gekürzt: Das Car-Sharing-Angebot der Stadtwerke umfasst bald weniger Stellplätze.

Wuppertal. Im Frühjahr steigt das Unternehmen Cambio mit Sitz in Bremen ins Wuppertaler Car-Sharing-Geschäft ein: Wie man auf WZ-Nachfrage gestern bestätigte, ist in weiten Teilen die Übernahme des bisherigen Carriba-Angebotes der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) geplant - und das bereits zum 1. April. Über alle Details informieren die WSW ihre Kunden zum Wochenende hin schriftlich in einem Brief.

Gegründet wurde das Unternehmen Cambio 1990 in Aachen und Bremen. Die Unternehmensgruppe machte nach eigenen Angaben im Jahr 2008 gut 8,3 Millionen Euro Umsatz. Cambio zählt in Deutschland mehr als 22 000 Kunden und verfügt über 675 Autos an 150 Stationen.

In zehn deutschen Städten ist das Unternehmen bereits vertreten, darunter auch Köln, Aachen, Bielefeld und Hamburg. 95 Mitarbeiter sind bei Cambio im Einsatz, und monatlich laufen nach eigenen Angaben 25 000 Buchungen auf. 2002 wurde außerdem ein Standbein in Belgien gegründet - mit 8200 Kunden, die unter anderem auch in Brüssel, Lüttich und Antwerpen auf Cambio-Fahrzeuge zurückgreifen.

Wie berichtet, haben sich die WSW bereits zum 1. Januar 2009 von Teilen ihrer Wuppertaler Carriba-Standorte getrennt: Zu unrentabel seien diese in Zeiten steigender Kosten und zum Teil auch kaum genutzt, hieß es dazu.

2009 verzeichneten die WSW etwa 3200 Carriba-Kunden und 32 Pkw-Standorte. Von den Kürzungen betroffen war unter anderem Cronenberg. Während die Zahl der Carriba-Nutzer in den vergangenen Jahren beharrlich stieg, trennte man sich unterdessen nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen von Fahrzeugen und Standorten. Und während Carriba als Marke durch Cambio ersetzt wird, bleiben die WSW im Vertrieb weiterhin Ansprechpartner vor Ort: Mit dem Betrieb von Bussen und der Schwebebahn konzentriere man sich in Zukunft "auf die Kernkompetenz".

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