Gemeinsamer Antrag zu einer Verbindung von Vohwinkel auf die Südhöhen. Stadtwerke kritisieren Kosten.

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Wollen eine neue Busverbindung (v.l.): Karl Hundsdörfer, Gerhard Schäfer, Heiner Fragemann und Georg Brodmann.

Wollen eine neue Busverbindung (v.l.): Karl Hundsdörfer, Gerhard Schäfer, Heiner Fragemann und Georg Brodmann.

Anna Schwartz

Wollen eine neue Busverbindung (v.l.): Karl Hundsdörfer, Gerhard Schäfer, Heiner Fragemann und Georg Brodmann.

Vohwinkel. Trotz negativer Einschätzung der Wuppertaler Stadtwerke wünschen sich die Vohwinkeler Politiker weiterhin eine direkte Buslinie durch den Burgholztunnel zu den Südhöhen. Dazu haben die Fraktionen von SPD, Grünen und Linke in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung einen gemeinsamen Antrag gestellt.

Der sogenannte „Burgholz Express“ soll den Stadtteil mit Ronsdorf oder Cronenberg verbinden. „Es wird Zeit, dass diese Tangente für den öffentlichen Nahverkehr endlich genutzt wird“, sagt SPD-Sprecher Georg Brodmann. Seit der Eröffnung des Tunnels vor mehr als acht Jahren bestehe diesbezüglich ein großes Potenzial, das bisher nicht genutzt werde. Gerade angesichts der B7-Sperrung und der damit verbundenen Verkehrsprobleme sei dadurch eine erhebliche Zeitersparnis möglich.

Konkret wird seitens der Politiker eine Verlängerung der Linie 630 vom Schulzentrum Süd über Hammerstein bis zum Vohwinkeler Bahnhof vorgeschlagen. Alternativ wären für sie auch Verlängerungen der Linien 633, 629 oder 639 sowie Lösungen mit einem Bürgerbus oder Anruf-Sammel-Taxi denkbar. Auch die anderen Fraktionen in der Bezirksvertretung sehen den Antrag durchaus positiv.

Stadtwerke lehnen den Vorschlag ab

Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) lehnen den Vorstoß dagegen ab. „Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen“, sagt WSW Sprecher Holger Stephan. So sei der finanzielle Aufwand der Verlängerung der Linie 630 selbst im 60 Minuten Takt pro Jahr sechsstellig und bringe nur geringe Mehreinnahmen.

Die Vohwinkeler Politiker verweisen dagegen darauf, dass der Vorschlag derzeit auch in anderen Bezirksvertretungen diskutiert wird und dort auf breite Zustimmung stößt (siehe Kasten). „Unser Vorschlag ist ein Probebetrieb, dann wird sich der Bedarf zeigen“, sagt Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann. Er ist zuversichtlich, dass die Resonanz seitens der Fahrgäste bei der Schaffung eines entsprechenden Angebots äußerst positiv sein werde.

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