Politiker und Anwohner werfen der Stadt Fehler vor.

Vohwinkel. Momentan ist zwar Ruhe an der Spitzwegstraße - der dritte Bordellbetrieb in kurzer Zeit hat aufgegeben. Doch der Frust der Anwohner ist nach wie vor groß: Wie berichtet, hat die Bezirksregierung eine Voranfrage der Stadt Wuppertal auf Einrichtung eines Sperrbezirks abgelehnt. Die geschilderten Missstände im Umfeld der Einrichtung stellten "keine konkreten Erkenntnisse dar, die ein Verbot der Ausübung der Prostitution rechtfertigen würden", heißt es im Schreiben der Behörde an die Stadt.

Die Bezirksregierung bezieht sich auf aktenkundige Beschwerden, Ruhestörungen und Behinderungen des Straßenverkehrs. Vor allem aber aus Gründen des Jugendschutzes - Schulen und Kindergarten befinden sich in der Nachbarschaft - hatten die Gegner des Bordell-Standorts einen Sperrbezirk gefordert. "Doch in der Voranfrage der Stadt ist von Jugendschutz keine Rede", reklamierten die Anwohner jetzt in der Bezirksvertretung (BV) . Zustimmung gab es von den Lokalpolitikern: "Das ist nicht die Umsetzung unseres Antrags", kritisiert Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann (SPD). Die BV will die Stadt auffordern, einen neuen Antrag zu stellen - inklusive des Themas Jugendschutz. kas

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