Schüler-Delegation aus Cadiz ist zu Gast an der Gesamtschule Pina Bausch und besucht auch Schloss Burg und das Neanderthal-Museum.

Bereits seit 2013 gibt es den Austausch zwischen Vohwinkel und Cadiz. Die Schülergruppe erkundet derzeit das Bergische Land.
Bereits seit 2013 gibt es den Austausch zwischen Vohwinkel und Cadiz. Die Schülergruppe erkundet derzeit das Bergische Land.

Bereits seit 2013 gibt es den Austausch zwischen Vohwinkel und Cadiz. Die Schülergruppe erkundet derzeit das Bergische Land.

Stefan Fries

Bereits seit 2013 gibt es den Austausch zwischen Vohwinkel und Cadiz. Die Schülergruppe erkundet derzeit das Bergische Land.

Vohwinkel. „Grüß mir die Heimat, grüß mir mein Wuppertal.“ Diese gesungenen Zeilen sind in Wuppertal sicher öfter zu hören. Lautstark angestimmt von spanischen Jugendlichen hat das Bergische Heimatlied aber durchaus Seltenheitswert. Eine Schülergruppe aus Cádiz in Andalusien besucht derzeit Wuppertal - und entdeckt dabei das traditionelle Liedgut für sich. Der einwöchige Aufenthalt ist Teil eines Austauschprojekts mit der Pina-Bausch-Gesamtschule Vohwinkel.

Bereits seit 2013 wird hier die Deutsch-Spanische Freundschaft gepflegt. In diesem Jahr sind im Wuppertaler Westen zehn Schüler der IES Cornelio Balbo Schule zu Gast. Sie erleben ein spannendes Programm und besuchen unter anderem das Engelshaus, die Hardt, Schloss Burg und das Neanderthal-Museum. Natürlich darf auch eine Fahrt mit der Schwebebahn nicht fehlen.

Am vergangenen Dienstag wurde die Gruppe von Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann (SPD) im Vohwinkeler Rathaus empfangen. Er hatte für die Schüler noch Freikarten für den Zoo im Gepäck. Zum Dank gab es von ihnen ein lautstarkes „Muchas Gracias“. Auf sie hat Wuppertal großen Eindruck gemacht. „Die Berge hier sind sehr interessant, bei uns in Cádiz ist dagegen alles sehr flach“, erzählt Ires. Die 16-Jährige ist zum ersten Mal in Wuppertal und hat auch Deutschland vorher noch nicht besucht. Besonders angetan haben es ihr die Bergischen Fachwerkhäuser. „Die sehen toll aus“, lautet ihr Urteil. Spannend war für sie die Fahrt mit der Schwebebahn. „Ich habe gedacht, dass die viel mehr schwankt“, sagt Ires.

Vohwinkeler konnten ihre Spanisch-Kenntnisse zeigen

Für ihren Mitschüler Eliseo 17 ist der Aufenthalt in Wuppertal ebenfalls eine Premiere. „Mir gefällt die Architektur hier sehr gut“, berichtet der 17-Jährige. Auch über die Wupper zu schweben war für ihn eine interessante Erfahrung. Schon im Vorfeld der Reise gab es viele Kontakte zu den deutschen Schülern. „Alle sind sehr freundlich und wir fühlen uns sehr gut aufgenommen.“

Untergebracht sind die spanischen Jugendlichen in Gastfamilien. Kommuniziert wird zum größten Teil auf Englisch. Da an der Gesamtschule auch Spanisch unterrichtet wird, konnten die deutschen Schüler außerdem ihre Kenntnisse der Landessprache erproben. „Die praktische Sprachanwendung ist für sie sehr motivierend“, erklärt die Vohwinkeler Spanischlehrerin Johanna Theophanus. „Außerdem wird dadurch der europäische Gedanke gestärkt“, ergänzt ihr Kollege Olen Haynes.

Ins Leben gerufen wurde der Austausch von Lehrerin Julia Bögeholz. Sie betreut auch viele andere Spanisch-Projekte an der Schule. Dieses langjährige Engagement hat viele Früchte getragen. Dafür bedankte sich ihr spanischer Kollege aus Cadiz beim Empfang herzlich. „Wir sind sehr glücklich und dankbar über die Fortsetzung des Austauschprojekts“, sagt Javier Domenguez. Das sei nicht selbstverständlich. Der Musiklehrer ist bereits zum dritten Mal dabei. „Für die junge Generation ist es wichtig, andere Länder kennenzulernen“, findet Domenguez.

Der 17-jährige Ismail von der Gesamtschule freut sich schon auf den Gegenbesuch im nächsten Monat. „Es ist ein sehr freundschaftliches Verhältnis entstanden“, berichtet er. „Wir hatten am Anfang Sorge, dass sich Grüppchen bilden könnten, aber das war unbegründet“, sagt Mitschülerin Larissa (18). Alle Gäste seien sehr offen.

Das freut auch Heiner Fragemann, der die spanischen und deutschen Schüler im Trausaal begrüßte. „Wenn die Freundschaften noch enger werden, wird der Saal vielleicht noch mal gebraucht“, scherzte der Bezirksbürgermeister. „Auf jeden Fall zeigt der Austausch, dass Europa zusammengewachsen ist“, betont Fragemann.

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