Ein Mediziner hat Sicherheitsbedenken gegen den Trampolinpark Crazy Jump in Wuppertal. Die Anlage sei aber abgenommen, die Mitarbeiter geschult, sagt Thomas Drescher.

Ein Mediziner hat Sicherheitsbedenken. Die Anlage sei aber abgenommen, die Mitarbeiter geschult, sagt Thomas Drescher.
Der Betrieb im Trampolinpark ist gut angelaufen.

Der Betrieb im Trampolinpark ist gut angelaufen.

Stefan Fries

Der Betrieb im Trampolinpark ist gut angelaufen.

Vohwinkel. Über springfreudige Kundschaft kann sich der neue Trampolinpark in Vohwinkel freuen. Die große Anlage ist seit der Eröffnung vor knapp zwei Wochen ein Publikumsmagnet. Auf rund 5000 Quadratmetern Fläche bietet „Crazy Jump“ 105 Trampoline unterschiedlicher Art. Geschäftsführer Thomas Drescher von der Sport Park Group ist sehr zufrieden mit der Resonanz. „Es läuft super, und die Leute sind begeistert“, berichtet Drescher. Bereits zur Eröffnung sei der Trampolinpark gut besucht gewesen. Auch danach konnte sich das Team gerade am Wochenende über ein volles Haus freuen.

Doch nicht bei allen Wuppertalern kommt das Konzept gut an. Der Mediziner Detlev Will kritisiert aus seiner Sicht bestehende Sicherheitsprobleme. „Mir als Arzt stellen sich die Nackenhaare auf“, sagt er. „Wegen des viel zu geringen Abstands müssen die unmittelbar an den Säulen auf Fundamentquadern liegenden Felder stillgelegt werden“, findet Will. Sonst sei es nur eine Frage der Zeit, bis erste Unfälle zu beklagen seien. Die Unfallzahlen seien bei solchen Sprunggeräten sowieso hoch und hätten sich in den vergangenen 15 Jahren verdreifacht. „Trampolinspringen ist und bleibt gefährlich. Daher müssen für solche Anlagen die Sicherheitsaspekte ganz besondere Beachtung finden“, lautet das Urteil des Arztes.

Crazy-Jump-Inhaber kontert die Kritik des Arztes

Thomas Drescher wehrt sich gegen diese Kritik. „Unser Trampolinpark wurde nach den neusten Kriterien für Hallenspielplätze, Spielgeräte und Trampolin-Richtlinien gebaut“, erklärt er. Dafür sei ein speziell qualifiziertes deutsch-niederländisches Unternehmen beauftragt worden. „Die gesamte Anlage wurde durch einen Sachverständigen abgenommen“, berichtet Drescher. Ihm sei bewusst, dass jede Sportart ein gewisses Verletzungsrisiko mit sich bringe. „Daher schulen wir unsere neuen Mitarbeiter seit Wochen sorgfältig, damit wir Verletzungen vorbeugen können“, erklärt der Sport Park Geschäftsführer.

Der Trampolinpark könne durch seine Größe und Zulassung mehr als 100 Springer gleichzeitig verkraften. Aus Sicherheitsgründen werde diese Zahl aber auf 80 Teilnehmer reduziert. Zudem dürfe jedes Trampolin nur von einem Springer genutzt werden. Zum Sicherheitskonzept bei Crazy Jump gehört außerdem, dass nur mit speziellen Stoppersocken gesprungen werden darf. Auch Gürtel und loser Schmuck müssen vorher abgelegt werden. Die Anlage ist eine der größten ihrer Art in ganz Deutschland. In den Bau flossen 1,5 Millionen Euro. Dafür wurden die ehemaligen Tennis-, Squash-, und Badminton- Hallen am Vohwinkeler Standort zusammengelegt und aufwendig umgebaut. Das Angebot ist umfangreich. Für kleine Kinder zwischen zwei und sechs Jahren gibt es einen separaten Mini-Trampolinpark mit Rutsche und anderen Spielgeräten. Mehr Infos unter crazy-jump.de

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