Eine Entscheidung zum Schulgebäude soll im März fallen – zu spät für den Verein Christliche Schule.

Mitglieder des Vereins Christliche Schule Wuppertal sorgen sich, dass der Kauf des Schulgebäudes Yorckstraße scheitern könnte.
Mitglieder des Vereins Christliche Schule Wuppertal sorgen sich, dass der Kauf des Schulgebäudes Yorckstraße scheitern könnte.

Mitglieder des Vereins Christliche Schule Wuppertal sorgen sich, dass der Kauf des Schulgebäudes Yorckstraße scheitern könnte.

Otto Krschak

Mitglieder des Vereins Christliche Schule Wuppertal sorgen sich, dass der Kauf des Schulgebäudes Yorckstraße scheitern könnte.

Vohwinkel. Seit einem Jahr steht es bereits leer. Das alte Schulgebäude Yorckstraße musste aufgrund von Schimmelbefall für den Unterricht aufgegeben werden. Schüler und Lehrer sind an den Elfenhang umgezogen. Mittelfristig soll es für das historische Gebäude eine neue Nutzung geben. Die Stadt will in diesem Monat mit der Ausschreibung für mögliche Kaufinteressenten beginnen. Eine Entscheidung wird dann voraussichtlich im März fallen.

Für den Verein Christliche Schule Wuppertal käme dieser Termin zu spät. Er bemüht sich bereits länger um die Yorckstraße. Die Mitglieder wollten den Kauf bis zum Ende des vergangenen Jahres perfekt machen, damit der Betrieb nach den Sommerferien beginnen kann.

„Wenn die Entscheidung erst im März fällt, können wir das nicht mehr realisieren.“

Daniela Remy, Verein Christliche Schule Wuppertal

„Wenn die Entscheidung erst im März fällt, können wir das nicht mehr realisieren“, erklärt Vereinsvorsitzende Daniela Remy. Der Verlust eines weiteren Jahres sei dann sehr problematisch, erklärt sie. Der Verein will sich dann auf sein Vorschulkonzept konzentrieren, das bereits in der Vergangenheit in den Räumen eines Bauernhofs im benachbarten Haan-Gruiten stattfand. Langfristig soll aber ein christlicher Schulbetrieb in einem festen Gebäude aufgebaut werden.

Verwunderung über die Dauer des Verfahrens

Die jetzige Entwicklung wird von den Beteiligten bedauert. „Wir sind über die Dauer des Verfahrens verwundert“, sagt Wolfgang Frommann. Der Unternehmensberater aus Süddeutschland unterstützt den Verein bei der Umsetzung des Konzepts und hat bereits andere Privatschulen auf den Weg gebracht. „Wir suchen in Wuppertal schon seit eineinhalb Jahren nach einem geeigneten Gebäude, aber bisher gab es kein konkretes Ergebnis“, berichtet Frommann.

Gegen die Kritik, einen möglichen Verkauf des alten Schulgebäudes verzögert zu haben, wehrt sich das Gebäudemanagement Wuppertal. „Es mussten erst die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen und die Perspektiven geprüft werden“, betont Wilhelm Schulte Bocholt, der beim Gebäudemanagement für die Vermarktung städtischer Immobilien zuständig ist. Unter anderem sei bereits der von Schimmel befallene Putz entfernt worden.

Nach Aussage von Wilhelm Schulte Bochholt gebe es für das alte Schulgebäude Yorckstraße weitere Kaufinteressenten.

Dabei seien mehrere Nutzungsvarianten denkbar. Die Vohwinkeler Bezirksvertretung hatte sich zuletzt ausdrücklich für einen Erhalt des historischen Gebäudes ausgesprochen.

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