Der Weihnachtsmarkt war am Samstag so feierlich wie immer, am Sonntag aber musste er wetterbedingt ausfallen.

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Vor Einsetzen des großen Schneefalls genießen Michaela, Uta und Stefanie (v.l.) den Glühwein.

Vor Einsetzen des großen Schneefalls genießen Michaela, Uta und Stefanie (v.l.) den Glühwein.

Andreas Fischer

Vor Einsetzen des großen Schneefalls genießen Michaela, Uta und Stefanie (v.l.) den Glühwein.

Varresbeck. Zu chaotischen Zuständen haben die Schneemassen beim Weihnachtsmarkt auf Schloss Lüntenbeck geführt. Verlieh die weiße Pracht der Traditionsveranstaltung am Samstag noch ein zauberhaftes Winterflair, musste der Markt am Sonntag komplett abgesagt werden. Mehrere Stände waren durch die Schneelast zum Teil stark beschädigt worden. Dachlawinen drohten die Sicherheit der Besucher zu gefährden.

Nach Rücksprache mit der Feuerwehr zogen die Veranstalter die Notbremse. "Das ist wirklich heftig", sagt Antonia Dinnebier von der Schloss Lüntenbeck GmbH. Nach dem Nieselregen des Vorjahres hatten sich alle Beteiligten anfangs noch über die tanzenden Flocken gefreut. Doch die Wintergeister ließen die Organisatoren nicht mehr los.

Zumindest am Samstag konnten die Besucher aber einen gelungenen Start des festlichen Treibens auf dem Schlosshof erleben. Der Lüntenbecker Weihnachtsmarkt gilt in der Bergischen Region nicht umsonst als einer der schönsten Treffpunkte zur Adventszeit. Historische Gebäude im Lichterglanz, Barockmusik und faszinierendes Kunsthandwerk verbreiten hier ein einzigartiges Flair.

Stockbrot am offenen Feuer

Angesichts der überall strahlenden Pracht fiel es leicht, in Vorweihnachtsstimmung zu kommen. Phantasievolle Glaskunst, liebevolle Töpferarbeiten und glänzender Lichtschmuck zogen die Blicke auf sich. Die zahlreichen Gäste konnten sich davon für den Gabentisch inspirieren lassen. Die ohnehin reizvollen Fachwerkfassaden und das geschichtsträchtige Mauerwerk wirkten festlich dekoriert noch anziehender. "Das ist ja sowieso schon so schön hier und mit Schnee ist natürlich umso toller", erklärte ein Besucher lachend.

Angesichts der satten Minusgrade gab es viele Gelegenheiten zum Aufwärmen. Im Jurtenzelt wurde von der Deutschen Waldjugend Stockbrot am offenen Feuer gebacken. Unter dem heimeligen Scheunendach lockten Märchen und Weihnachtslieder. Dazwischen sorgte der Kiepenkaspar mit seinem Puppenspiel für große Kinderaugen. Diesmal konnten die Besucher außerdem erstmals im Cafe der Gepa Platz nehmen. Ein Teil der Einnahmen des Weihnachtsmarktes kommt unter anderem Amnesty International und Unicef zugute.

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