An der Ehrenhainstraße wurde die Erweiterung des Friedhofes abgeschlossen. Es gibt nun eine Gemeinschaftsgrabanlage.

An der Ehrenhainstraße wurde die Erweiterung des Friedhofes abgeschlossen. Es gibt nun eine Gemeinschaftsgrabanlage.
Auf dem Friedhof Ehrenhainstraße gibt es jetzt auch eine Gemeinschaftsgrabanlage. Archiv

Auf dem Friedhof Ehrenhainstraße gibt es jetzt auch eine Gemeinschaftsgrabanlage. Archiv

Gerhard Bartsch

Auf dem Friedhof Ehrenhainstraße gibt es jetzt auch eine Gemeinschaftsgrabanlage. Archiv

Vohwinkel. Die Friedhofserweiterung an der Ehrenhainstraße ist abgeschlossen. Im nordöstlichen Bereich der evangelischen Ruhestätte ist eine neue Gemeinschaftsgrabanlage entstanden. Sie umfasst auf einer Fläche von 530 Quadratmetern 60 Urnengräber und 15 Gräber für Erdbestattungen.

Der Friedhofsverband Wuppertal hat rund 30.000 Euro in die Erweiterung investiert. Am vergangenen Freitag wurden die Grabanlage und das dazugehörige Landschaftskonzept offiziell vorgestellt. „Bei der Entwicklung des neuen Grabfeldes stand als Idee eine Bestattung unter Bäumen im Vordergrund“, erläutert Friedhofsleiter Sebastian Braun das Konzept. Entsprechend wurde ein kleiner Wald geschaffen, der aus neun Laubbäumen besteht. Darum gruppieren sich die Sarg- und Urnengräber.

Die Anlage wird von Wegen aus Natursteinplatten durchzogen. Sie führen zu einem Kreis in der Mitte, wo ein Tulpenbaum gepflanzt wurde. Dieser soll das Zentrum mit einer Wuchshöhe von bis zu 30 Metern betonen. Passend zum kleinen Wald wurde die Gemeinschaftsgrabanlage „Blätterhain“ getauft. Die Vohwinkeler konnten dazu im Vorfeld Namensvorschläge machen. „Wir möchten eine hochwertige Bestattungsform anbieten“, sag Sebastian Braun. Dazu gehört auch die Berücksichtigung der Zunahme von Urnenbeisetzungen.

Die Kosten sind dabei nicht der alleinige Faktor. Zwar ist eine Urnenbeisetzung insgesamt knapp 1000 Euro günstiger, als eine Erdbestattung. „Dazu kommt allerdings noch die Kremierung, so dass der Preisunterschied am Ende eher gering ausfällt“, sagt Braun. Entscheidend sei eher die kleinere Grabfläche. Dadurch haben die Angehörigen weniger Arbeit bei der Pflege. Die neue Anlage ist sogar komplett „pflegefrei“.

„Das bedeutet, dass die Gräber von uns komplett gestaltet, gepflegt, bepflanzt und gegossen werden“, erklärt der Friedhofsleiter. Dieser Service gilt für 25 Jahre. Dafür müssen Angehörige allerdings auch deutlich tiefer in die Tasche greifen. An entsprechender Nachfrage fehlt es aber nicht. „Die ersten Urnengräber sind schon verkauft und wir hatten schon zwei Beisetzungen“, sagt Sebastian Braun.

Er legte beim Bau großen Wert auf eine hochwertige Gestaltung. Das Wegenetz ist in Form einer Wurzel angelegt, die vom mittleren Baum ausgeht. Insgesamt wurden 120 Quadratmeter heimischer Sandstein verlegt. Auch heller Granit kam zum Einsatz. Mit der neuen Anlage wird die lange Friedhofstradition an der Ehrenhainstraße weitergeführt. Die Ruhestätte entstand 1890 an der Ehrenhainstraße und wurde ständig erweitert. Mit rund elf Hektar Fläche und über 10 000 Grabstellen ist sie heute der viertgrößte Friedhof in Wuppertal.

Die angrenzende Kapelle wurde 1931 im Bauhausstil errichtet, etwa 150 Gottesdienstbesucher finden darin Platz. Neben der Kapelle befindet sich seit 2003 eine Trauerstätte für Kinder.

Das Verwaltungsbüro auf dem Friedhof Ehrenhainstraße ist es mittwochs von 8.30 bis 12.30 Uhr und donnerstags von 14.15 bis 17.15 Uhr geöffnet. Außerhalb der Öffnungszeiten ist Sebastian Braun auch unter der Telefonnummer 0160/977 253 75 erreichbar.

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