Vohwinkel: Die Bezirksvertretung fordert, dass an der Astrid-Lindgren-Förderschule die Baumängel möglichst schnell behoben werden.

Über den baulichen Zustand der Astrid-Lindgren-Schule wird heftig diskutiert.
Über den baulichen Zustand der Astrid-Lindgren-Schule wird heftig diskutiert.

Über den baulichen Zustand der Astrid-Lindgren-Schule wird heftig diskutiert.

Uwe Schinkel

Über den baulichen Zustand der Astrid-Lindgren-Schule wird heftig diskutiert.

Vohwinkel. Eine schnelle Behebung der Baumängel an der Astrid-Lindgren Förderschule in Vohwinkel fordern weiterhin Stadtteilpolitiker und das Wuppertaler Schülerparlament. Bei der letzten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Vohwinkel äußerten die Mitglieder des Gremiums nochmals ihren Unmut über die derzeitigen Zustände.

Durch ein undichtes Dach, unverputzte Wände und Feuchtigkeit mit Schimmelbildung sind die Lernbedingungen im Moment schwierig. Mit Sofortmaßnahmen will das Wuppertaler Gebäudemanagement die Situation mittelfristig verbessern, sobald das Wetter dies zulässt. Eine langfristige Perspektive für das an vielen Stellen marode Gebäude ist allerdings noch offen.

"Unsere Schüler sind enttäuscht über die jetzige Situation."

Susanne Wywiol, Schulleiterin.

Schulleiterin Susanne Wywiol begrüßt die geplanten Maßnahmen des Gebäudemanagements und hofft auf eine schnelle Umsetzung. Eine Verlegung der Schule, etwa an die ehemalige Grundschule Elfenhang, sieht sie kritisch. "Wir sind im Stadtteilzentrum gut vernetzt - und unsere Schüler fühlen sich hier sehr wohl", sagt Wywiol.

Umfassende Sanierung finanziell kaum machbar

Eine Auslagerung an den Elfenhang hält auch Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann für wenig sinnvoll. "Man kann Schultypen nicht einfach eins zu eins austauschen", erklärt er. Der SPD-Politiker zeigte sich in der Sitzung zudem verärgert über die vorherrschenden Mängel. "Es kann doch nicht sein, dass eine laufende Schule in solch einem Zustand ist", so Fragemann, der eine langfristige Perspektive für das Gebäude fordert.

Doch eine umfassende Sanierung ist aus Sicht des Gebäudemanagements finanziell kaum machbar. "Es handelt sich hier um ein sehr altes Gebäude, bei dem wir es mit vielen gravierenden Mängeln zu tun haben", sagt Thomas Lehn von der Stadt. Neben dem in die Jahre gekommenen Schindeldach gibt es nach seiner Aussage auch Probleme an der Fassade, im Kellerbereich sowie beim Brandschutz. Er schätzt den Investitionsbedarf insgesamt auf rund eine Million Euro.

Die ehemalige Grundschule Elfenhang würde frühestens Ende nächsten Jahres zur Verfügung stehen. Im Moment dient sie als Ausweichmöglichkeit für zwei Vohwinkeler Grundschulen, die saniert werden.

"Angesichts der gegenwärtigen Sparzwänge muss diese Frage auch wirtschaftlich diskutiert werden", sagt Moritz Iseke, CDU-Fraktionssprecher in der BV Vohwinkel. Es sei wichtig, ergebnisoffen zu prüfen, welche Gebäude noch in Frage kommen könnten.

Derweil will auch das Wuppertaler Schülerparlament die Förderschule unterstützen und sich für einen Erhalt der Einrichtung einsetzen. "Eine Verlegung würde am Schülerwillen vorbeigehen", sagt Vorstandsmitglied Martin Büssow.

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