Vohwinkeler Teams überzeugten beim diesjährigen Konfi-Cup durch ihr respektvolles Verhalten.

Vohwinkeler Teams überzeugten beim diesjährigen Konfi-Cup durch ihr respektvolles Verhalten.
Am Ende des Trainings durften die Vohwinkeler Konfirmanden noch mit einigen Spielern des Wuppertaler Sportvereins für ein Mannschaftsfoto posieren.

Am Ende des Trainings durften die Vohwinkeler Konfirmanden noch mit einigen Spielern des Wuppertaler Sportvereins für ein Mannschaftsfoto posieren.

Otto Krschak

Am Ende des Trainings durften die Vohwinkeler Konfirmanden noch mit einigen Spielern des Wuppertaler Sportvereins für ein Mannschaftsfoto posieren.

Vohwinkel. Fair-Play zahlt sich aus. Das erlebten am Freitag und Donnerstag die Vohwinkeler Teams des Konfi-Cups. Die Jugendlichen hatten beim großen Fußballturnier der Wuppertaler Konfirmanden zwar nicht die meisten Tore erzielt. Dafür gewannen sie aber den Fairness-pokal. Als ganz besondere Belohnung dafür bekamen sie am vergangenen Donnerstag die Gelegenheit, beim Abschlusstraining des WSV dabeizusein und konnten am Schluss sogar selbst etwas mit den Spielern kicken. Am Freitag durften einige der Konfirmanden aus dem Stadtteil dann sogar gemeinsam mit den Profis beim Spiel gegen den BVB II ins Stadion einlaufen. Für die jungen Beteiligten war die gesamte Aktion eine einmalige Erfahrung.

„So eine Gelegenheit gibt es nicht oft“, erzählt WSV-Fan Maria (14) strahlend. Ihr Lieblingsspieler ist Kevin Hagemann, der trotz Verletzung am Training teilnahm. Für diesen ist es wichtig, den Fair-Play-Gedanken zu unterstützen. „Ohne gegenseitigen Respekt geht es nicht“, betont Hagemann. So sieht es auch Mannschaftskapitän Gaetano Manno. „Wir möchten das besonders jungen Menschen vermitteln“, sagt er. „Fairness ist das A und O auch außerhalb des Sports“, findet er. Dieser Gedanke wird beim Konfi-Cup seit vielen Jahren vermittelt. Deshalb gibt es auch den Fairness Pokal. Nach jedem Spiel erhalten die Teams Punkte für Freundlichkeit, respektvolles Verhalten und den Umgang mit Sieg oder Niederlage. Besonders gut schnitten dabei die jungen Spieler aus dem Stadtteil ab. Den Fairnesspokal der Jüngeren gewann die Gruppe der Freien Gemeinde Vohwinkel, den der älteren Konfis das Team Vohwinkel III. „Für uns ist es ganz selbstverständlich, dass wir uns gegenseitig die Torwarthandschuhe leihen, Material austauschen und uns ein gutes Spiel wünschen“, erzählt die 13-jährige Marit.

Gespräche und Autogramme mit den großen Idolen

Von WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen gibt es dafür ein großes Lob. Beim Thema habe natürlich auch der Verein eine bedeutende Vorbildfunktion. „Wir stehen mit unserer Mannschaft für Fairness und Fairplay“, betont Vollmerhausen. So habe es etwa seit anderthalb Jahren für das Wuppertaler Team keine rote oder gelb-rote Karte gegeben. Der Cheftrainer freut sich ebenfalls über die Aktion mit den Jugendlichen. Der Kontakt zum WSV entstand beim Konfi-Cup in der Vohwinkeler Hako-Event-Arena. „Dort haben parallel zum Turnier Spieler der ersten Mannschaft trainiert“, berichte Mitorganisator Klaus Heßeler. Nach ersten Gesprächen kam schließlich die Einladung vom WSV. „Das war für uns alle eine tolle Nachricht“, erzählt Konfi-Cup-Initiator Frank Beyer. Der Pfarrer bedankt sich dafür ausdrücklich. „Wir machen das gern, gerade wenn es um die Förderung von Fair-Play geht“, sagt WSV- Teammanager Michael Kuhn. Der Verein wolle diesbezüglich junge Menschen gezielt ansprechen.

Kuhn verweist auch auf die speziellen Fairplay-Ligen der E- und F-Jugend. Dort werde bewusst auf Schiedsrichter verzichtet. Beim Abschlusstraining konnten die Jugendlichen ihren sportlichen Vorbildern über die Schulter schauen. Zum Schluss durften sie beim Elfmeterschießen die Torhüter Sebastian Wickl und Joshua Mroß testen – und machten dabei keine schlechte Figur. Auch für einige kurze Gespräche und Autogramme nahmen sich die Spieler Zeit. Zur Erinnerung stand auch ein gemeinsames Mannschaftsfoto auf dem Programm.

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