Die Optimierungsmaßnahmen des ESW sorgen zum Teil für höhere Kosten. Das ärgert Anwohner.

Schnellerer Einsatz, gezieltes Anfahren neuralgischer Punkte: Das verspricht der ESW.
Schnellerer Einsatz, gezieltes Anfahren neuralgischer Punkte: Das verspricht der ESW.

Schnellerer Einsatz, gezieltes Anfahren neuralgischer Punkte: Das verspricht der ESW.

Andreas Fischer

Schnellerer Einsatz, gezieltes Anfahren neuralgischer Punkte: Das verspricht der ESW.

Wuppertal. Vohwinkel soll sauberer werden. Für 2016 plant der Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal (ESW) eine weitere Optimierung der Maßnahmen. Dabei werden die Straßenverzeichnisse im gesamten Stadtgebiet angepasst. Auch der Wuppertaler Westen soll davon profitieren – dafür müssen die Bürger aber zum Teil tiefer in die Tasche greifen.

Das sorgte in der letzten Sitzung der Vohwinkeler Bezirksvertretung für Kritik. „Bei Straßen mit übergeordneter Bedeutung müssen die Anwohner entsprechend entlastet werden“, sagt Andreas Schäfer von der SPD-Fraktion. Er verweist auf die Situation an der Kaiserstraße und Vohwinkeler Straße, wo die Gebührensätze bereits bisher hoch waren.

Für 2016 verdoppeln sich außerdem die Kosten an der Haeselerstraße vom Westring bis zur Einmündung Goerdelerstraße. Die Anwohner äußerten darüber in der Bezirksvertretung ihren Unmut und betonen, dass sie in der Vergangenheit die Reinigung selbst übernommen hätten. „Wir werden das prüfen“, verspricht ESW-Abteilungsleiter Martin Bickenbach. Die Anpassung der Straßenreinigung war notwendig geworden, da dem Eigenbetrieb bisher nur alte Vermessungsdaten aus den 1990er Jahren vorgelegen hatten.

Im vergangenen Jahr hat das Katasteramt laut Stadt eine aktuelle Datengrundlage geschaffen. Dazu wurden unter anderem Luftbilder und digitale Daten ausgewertet. Bereits seit 2014 bemüht sich der ESW um eine Optimierung der Straßenreinigung.

Die Vohwinkeler Einsatztruppe soll sich mit dem Stadtteil identifizieren

Hauptvorteil des neuen Konzepts ist eine dezentrale Aufteilung, durch die lange Wege und damit Zeit gespart werden sollen (siehe Kasten). Außerdem erhofft sich der ESW eine Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem jeweiligen Reinigungsrevier im Wuppertaler Westen.

Mehr Sauberkeit sollen auch bessere Ortskenntnisse bringen. Koordiniert werden die Maßnahmen mit der Müllabfuhr. So soll etwa vermieden werden, dass wie in der Vergangenheit der Sperrmüll nach der Straßenreinigung herausgestellt wird. Das Personal in Vohwinkel besteht aus einem Arbeitsgruppenleiter, einem Vorarbeiter, drei Fahrern und sechs Reinigungskräften. Zur Ausstattung gehören zwei Pritschenwagen, drei Kehrmaschinen in verschiedenen Größen und drei Akkubläser. Je nach Anforderung kann auch ein mobiler Hochdruckreiniger oder ein Spezialfahrzeug für Papierkorbpflege eingesetzt werden.

Flexibler möchte der ESW auch an neuralgischen Punkten wie dem Stationsgarten werden. Dort gibt es immer wieder Beschwerden über Müll. „Wir werden uns hier stärker an den Bedarf anpassen“, sagt Martin Bickenbach. Nach der Silvesternacht war im Stationsgarten viel zu tun. Dort und in anderen betroffenen Bereichen ist heute eine Reinigung im Rahmen einer Sonderschicht geplant.

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