Der geplante zweite Notausgang wird nicht realisiert. Stattdessen gibt es neue Fliesen und einen neuen Teilanstrich.

Schwimmen im Vohwinkeler Stadtbad – das geht derzeit nicht.  (Archiv
Schwimmen im Vohwinkeler Stadtbad – das geht derzeit nicht. (Archiv

Schwimmen im Vohwinkeler Stadtbad – das geht derzeit nicht. (Archiv

Uwe Schinkel

Schwimmen im Vohwinkeler Stadtbad – das geht derzeit nicht. (Archiv

Vohwinkel. Überraschung beim Hallenbad Vohwinkel. Der Einbau der neuen Notfalltür soll nun doch nicht erfolgen. Das Bad wurde dafür Ende Januar geschlossen. Der zweite Fluchtweg war nach ursprünglicher Aussage der Stadtverwaltung nötig, da sonst Probleme mit der Bauordnung den mittelfristigen Weiterbetrieb gefährden könnten.

Zwei Jahre soll der Betrieb in jedem Fall weitergeführt werden

Die Maßnahme sollte 30000Euro kosten und bereits Anfang kommender Woche abgeschlossen sein. "Nach Rücksprache mit der Feuerwehr sind die bisherigen Rettungswege doch ausreichend", sagt Markus Bien vom Wuppertaler Presseamt.

Da noch nicht klar sei, ob das Bad langfristig erhalten bleibe, wurde die Investition erst einmal zurückgestellt, sagt Bien. Die Zeit der Schließung wurde nach seiner Aussage genutzt, um Fliesen auszubessern und Stahlteile neu zu streichen. In diese Maßnahmen flossen rund 10.000 Euro.

Nach einer Grundreinigung soll das Bad im Laufe der nächsten Woche wieder öffnen. Grundsätzlich ist das Hallenbad durch die geplanten Einsparungen des Haushaltssicherungskonzeptes von einer kompletten Schließung bedroht. Dagegen laufen Bürger und Politiker weiterhin Sturm. Der Betrieb soll aber in jedem Fall noch zwei Jahre weiterlaufen.

Derweil formieren sich der Vohwinkeler STV und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), um mit der Stadt einen langfristigen Weiterbetrieb des Hallenbads zu ermöglichen. Ebenso wie die anderen von der Schließung bedrohten Bäder soll es in die Verantwortung von Initiativen oder Vereinen übergehen. Die Einrichtungen könnten dann von der Gemeinde bezuschusst und mit minimalem Aufwand betrieben werden.

"Wenn solche Konzepte gut durchdacht sind, funktionieren sie zu 99 Prozent", sagt der Wuppertaler DLRG-Bezirksleiter, Kurt Reiswig. Auch VSTV-Chef Mathias Conrads ist davon überzeugt. Ob diese Pläne mit der Stadt durchführbar sind, bleibt allerdings noch offen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer