Zu geringe Bus-Kapazitäten sorgten bis vor kurzem für chaotische Verhältnisse.

Platzproblem
Ein Riesengedränge vor dem Schulbus – sogar die Polizei ist präsent.

Ein Riesengedränge vor dem Schulbus – sogar die Polizei ist präsent.

Andreas Fischer

Ein Riesengedränge vor dem Schulbus – sogar die Polizei ist präsent.

Vohwinkel. Erleichterung bei Schülern und Eltern der Grundschule Yorckstraße. Nachdem es in den Schulbussen aufgrund zu geringer Kapazitäten teilweise zu chaotischen Verhältnissen gekommen war, hat sich die Situation am Freitagmorgen deutlich verbessert. Durch den Einsatz eines großen Gelenkbusses durften sich die Kinder auf ihrer Fahrt zum neuen Standort am Elfenhang über deutlich mehr Platz freuen.

„Das war hier in den letzten Tagen das totale Chaos.“

Carola Bickmeier-Niechciol, Mutter

Zuvor hatte es massive Beschwerden der Eltern bei der Stadt und den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) gegeben. Schuldezernent Matthias Nocke (CDU) machte sich an der Haltestelle Hammerstein selber ein Bild der Lage. Dort steigen rund 70 Schüler zu, weitere 20 folgen an den weiteren Haltepunkten. Zusammen mit den begleitenden Eltern ist es kurz vor der Abfahrt gerade im Bereich Hammerstein rappelvoll. Angesichts der drangvollen Enge kann Nocke die Kritik der Eltern an den wesentlich kleineren Bussen durchaus nachvollziehen. „Das ist nicht zumutbar“, lautet sein Urteil.

Ärger über verzögerte Reaktionen

Die Stadt will jetzt dafür sorgen, dass auch künftig Gelenkbusse eingesetzt werden. Für die Eltern ist das eine gute Nachricht. „Wir freuen uns natürlich darüber, aber es ist ärgerlich, dass wir erst soviel Druck machen mussten“, sagt Schulpflegschaftsvorsitzende Susanne Lichtenberg.

Bereits nach der ersten Fahrt am Mittwoch seien WSW und Stadtspitze über das Problem informiert worden. „Am Donnerstag hat sich überhaupt nichts getan und uns wurde gesagt, dass die kleineren Busse ausreichen“, ärgert sich Mutter Sabine Seyffert. Nach ihrer Schilderung waren diese so überfüllt, dass sich die Kinder teilweise nicht mehr hätten festhalten können.

Noch nicht geklärt ist das Problem eines fehlenden Schulbusses am Ende des offenen Ganztags. „Nach einer richterlichen Entscheidung gehört der Ganztag nicht zum Schulbetrieb“, erklärt Matthias Nocke. Daher sei auch der Einsatz eines Schulbusses nicht möglich.

„Wir wollen nur, dass unsere Kinder sicher zur Schule kommen.“

Susanne Lichtenberg, Schulpflegschaftsvorsitzende

Das frisch sanierte Gebäude der Hauptschule Nocken steht für die Grundschule Yorckstraße voraussichtlich erst Mitte 2016 zur Verfügung. Das stieß bereits auf Kritik der Eltern. Auch die Vohwinkeler Politik spricht sich für eine kürzere Übergangszeit aus.

Die Polizei bittet derweil Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, um Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer. „Wir hatten hier in den letzten Tagen viele Verstöße und werden weiterhin Kontrollen durchführen“, sagt Vohwinkels Wachleiter Gerd Salmikeit.

Wie berichtet, mussten Kinder, Lehrer und Mitarbeiter das alte Schulgebäude an der Yorckstraße aufgeben, da es von Schimmel befallen ist.

Der neue Standort ist am Nocken geplant

Eine neue Heimat finden sie mittelfristig in der ehemaligen Grundschule Elfenhang. Langfristig wird die Yorckstraße in der auslaufenden Hauptschule am Nocken untergebracht (siehe Kasten). Für das Gebäude am Elfenhang gibt es gute Noten. „Wir fühlen uns hier sehr wohl“, sagt Schulleiterin Ursula Proebsting.

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