Der Bahnhofvorplatz könnte mit VRR-Förderung für den O-Bus umgebaut werden.

Vohwinkel
Ein Bus der Linie 683 an der Rubensstraße.

Ein Bus der Linie 683 an der Rubensstraße.

Uwe Schinkel

Ein Bus der Linie 683 an der Rubensstraße.

Wuppertal. „Ein lang ersehntes Ziel ist in greifbare Nähe gerückt“, sagt der Vohwinkeler Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann (SPD), und Stolz schwingt in seinen Worten mit: „Wenn alles nach Plan verläuft, kann der Bahnhofsvorplatz doch noch umgebaut werden – und das möglicherweise sogar schon bald.“

Seit langem wünschen sich Nutzer von Bus und Bahn im Wuppertaler Westen eine Verlängerung der O-Bus-Linie 683 aus Solingen-Burg in Richtung Bahnhof Vohwinkel – bislang endet sie an Rubensstraße, gegenüber der Schwebebahnhaltestelle.

Um die Busverbindung allerdings zur DB-Station zu führen, müsste der Bahnhofsvorplatz so umgestaltet werden, dass die O-Busse dort halten und wenden können.

Bislang galt der Umbau des Vorplatzes als nicht finanzierbar

An eine Verwirklichung war bislang nicht zu denken: Die Stadt Wuppertal kann die für das Projekt erforderlichen rund 500 000 Euro nicht aufbringen – eine Absage dazu gab es bereits vor Jahren.

Doch nun hat sich in Gesprächen zwischen dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), der Bahn, den Verwaltungen und Stadtwerken der Städte Solingen und Wuppertal sowie Vertretern aus Wirtschaft und Lokalpolitik eine neue Perspektive zur Finanzierung ergeben: Danach hält der VRR eine Förderung des Projekts offenbar für machbar.

Die Linie 683 aus Solingen-Burg fährt über Gräfrath ins Vohwinkeler Stadtteilzentrum und endet an der Rubensstraße. Von dort aus sind es etwa fünf bis zehn Minuten zu Fuß zum Bahnhof Vohwinkel
 

Läuft alles nach Plan, könnte ab Mitte 2012 l die O-Bus-Linie bis zum Bahnhof in Vohwinkel verlängert und dort der Bahnhofsvorplatz ausgebaut werden.
 

Sollten die Planungen vorangebracht werden, könnte der Bus entweder über die Lange Brücke und die Gruitener Straße oder über die Bahnstraße geleitet werden.
 

Das bestätigt auch der Wuppertaler Baudezernent Frank Meyer (SPD). „Die Zusammenarbeit mit dem VRR läuft gut, und wir können uns vorstellen, die Planungen möglicherweise noch in diesem Jahr auf den Weg zu bringen.“

Rund 85 Prozent der Kosten würden demnach gefördert. Der Rest – etwa 61 000 Euro – soll von verschiedenen Geldgebern aufgebracht werden. Einige Zusagen gebe es bereits, sagte Fragemann im Gespräch mit der WZ.

Auch Uwe Clees engagiert sich am Bahnhof. Der Wülfrather Investor ist einer der unmittelbaren Nachbarn, ihm gehört das ehemalige Postgebäude neben der DB-Station. Er kündigt an, sich „als Miteigentümer an der Gesamtrenovierung beteiligen“ zu wollen: „Wenn hier alles verschönert wird, dann sind wir dabei.“

Sollte es grünes Licht für die Förderung geben, könnte der Bahnhofsvorplatz ab Mitte 2012 umgebaut werden. Pläne dafür gibt es bereits: Sie sehen Haltestellen am Rondell und den gegenüber liegenden Seiten vor, Gehwege, eine Fußgängerführung zum Eingang der DB-Station sowie einige Parkplätze.

Verhandlungen am runden Tisch seit November

Die Stadt habe schnell reagiert und verwertbare Ausarbeitungen vorgelegt, lobt Bezirksbürgermeister Fragemann, der die Verhandlungen gemeinsam mit seinem Gräfrather Kollegen Udo Vogtländer (SPD) auf den Weg gebracht hatte: „Wir haben uns im November erstmals zum runden Tisch getroffen, und nun sieht es tatsächlich nach einem guten Ergebnis für Vohwinkel aus.“

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