GWM wird als positives Beispiel genannt. Doch es gibt viel Kritik an den verwahrlosten Nachbarhäusern.

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Anwohner Karsten Hahn vor den Häusern der Engelshöhe. Ein Teil wird jetzt saniert.

Anwohner Karsten Hahn vor den Häusern der Engelshöhe. Ein Teil wird jetzt saniert.

Uwe Schinkel

Anwohner Karsten Hahn vor den Häusern der Engelshöhe. Ein Teil wird jetzt saniert.

Vohwinkel. Es ist ein Bild der Gegensätze: Schmucke Häuser mit gepflegten Gartenanlagen bieten einen freundlichen Anblick. Dagegen stehen nicht weit entfernt triste Wohnblöcke, an denen deutlich sichtbar der Zahn der Zeit genagt hat. Die Wohnsituation im Quartier Höhe könnte kaum unterschiedlicher sein.

Der schlechte bauliche Zustand einiger Immobilien in diesem Bereich ist den Vohwinkeler Politikern schon lange ein Dorn im Auge. Sie kritisieren wachsende Leerstände und mangelnden Investitionswillen der zuständigen Wohnungsgesellschaften.

In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung forderten die Fraktionen von der Verwaltung einen Quartiersbericht zur Höhe sowie weitere Maßnahmen für eine positive Entwicklung im Vohwinkeler Süden.

„So kann es jedenfalls nicht weitergehen“, betont Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann (SPD). Die Verwahrlosung in bestimmten Bereichen habe seiner Meinung nach fatale Auswirkungen auf die noch intakten sozialen Strukturen im Quartier. „Hier muss dringend gegengesteuert werden“, so Fragemann.

GWM will 700.000 Euro in den Standort investieren

Verantwortlich für die Misere sind nach Ansicht der Politiker vor allem ortsfremde Immobilienfirmen mit einem rein spekulativen Interesse an den Wohnungen. „Hier finden sich klingende Namen, aber die Häuser sind in einem äußerst schlechen Zustand“, ärgert sich SPD-Fraktionssprecher Georg Brodmann. Er plädiert dafür, die entsprechenden Investoren in einem künftigen Bericht namentlich zu nennen.

Im Arbeitskreis Höhe/Dasnöckel sind zahlreiche Vohwinkeler Einrichtungen, Schulen, Kirchen sowie die Bezirksvertretung zusammengeschlossen. Der Arbeitskreis will ein positives Zusammenleben im Quartier ermöglichen und organisieren, unter anderem das traditionelle Miteinanderfest auf dem Gelände der OT Höhe.

Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Wuppertal-Mitte (GWM). Sie hat im vergangenen Sommer 72 Wohnungen an der nahe gelegenen Engelshöhe erworben. Langfristig will die GWM 700.000 Euro in die Immobilien investieren. „Wir haben keine Probleme mit Leerstand“, sagt GWM-Vorstand Lars Geldmacher. Nach einer Wohnungsaufgabe werde komplett renoviert, so dass eine schnelle Neuvermietung möglich sei.

Auch Geldmacher ist unglücklich mit der Situation von verwahrlosten Häusern in der Nachbarschaft. „Es ist ja in unserem Interesse, dass unsere Immobilien ein intaktes Umfeld haben“, betont er. Das Vorbild der GWM beweist, dass der Bereich Höhe grundsätzlich attraktiv sein kann. Dieser Ansicht ist auch SPD-Ratsmitglied Arif Izgi. „Wir haben hier eine gute Lage und eine schnelle Verkehrsanbindung in Richtung Düsseldorf“, so Izgi. Angesichts der vielfältigen Möglichkeiten im Quartier ist die derzeitige Situation aus seiner Sicht äußerst bedauerlich. Immerhin gebe es positive Impulse durch den Arbeitskreis Höhe/Dasnöckel.

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