Das Fest „Per la Vita - Für das Leben“ setzte am Samstag ein Zeichen gegen Rechts.

Zeitzeugin Walfriede Drewes berichtete auf dem Fest über ihre Erfahrungen während der Nazi-Zeit und ihren Kampf gegen rechtsextreme Gewalt.
Zeitzeugin Walfriede Drewes berichtete auf dem Fest über ihre Erfahrungen während der Nazi-Zeit und ihren Kampf gegen rechtsextreme Gewalt.

Zeitzeugin Walfriede Drewes berichtete auf dem Fest über ihre Erfahrungen während der Nazi-Zeit und ihren Kampf gegen rechtsextreme Gewalt.

Uwe Schinkel

Zeitzeugin Walfriede Drewes berichtete auf dem Fest über ihre Erfahrungen während der Nazi-Zeit und ihren Kampf gegen rechtsextreme Gewalt.

Vohwinkel. Schon von weitem ist der große rot-weiße Banner auf dem Lienhardtplatz in Vohwinkel am Samstag zu erkennen. "No Nazis"steht dort in großen Lettern und genau das ist auch das Motto des Festes, zu dem die Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz eingeladen hatte. "Mit unserem Fest wollen wir ein Zeichen gegen Rechts setzen", erklärt Nina Bramkamp, Mitarbeiterin der Initiative.

Das Erscheinungsbild
der Rechtsextremen wandelt sich.

Gemeinsam mit Parteien, Aktionsbündnissen und Vereinen wie zum Beispiel der Vereinigung der Verfolgten der Nazi-Zeit (VVN) informierten sie am Samstag rechte Gewalt. Auf dem Programm stand auch ein Gespräch mit Jürgen Peters vom Antirassistischen Bildungsforum Rheinland über die Neuen Nazis. Denn, so weiß Nina Bramkamp, das Erscheinungsbild der rechten Gruppierungen wandelt sich. So seien sie äußerlich kaum noch von anderen Jugendkulturen zu unterscheiden und erscheinen für viele Jugendliche attraktiver.

Bei den Wuppertaler Bürgern trifft das Fest auf großen Zuspruch. "Ich finde es gut, dass es solche Bündnisse gibt, die politische Zeichen setzen," erzählt eine ältere Besucherin des Festes. Wie viele andere macht sie sich Sorgen um die Zunahme der rechten Gewalt in Wuppertal und ist deshalb zum Fest gekommen, auf dem Ein besonderer Gast auf der Veranstaltung ist zweifelsohne Walfriede Drewes (85), die während der Nazi-Zeit aufwuchs.

Sie engagiert sich noch heute in der VNN und leistet in Schulen Aufklärungsarbeit. "Nie, nie wieder darf so etwas geschehen", fordert sie von den Festbesuchern. Abends übernahmen übernahmen Esther Bejarano, selbst Überlebende des KZs in Auschwitz, und ihre Kinder Edna und Joram mit ihrer Band Coincidence die musikalische Gestaltung des Festes - in acht Sprachen.

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