15 Ehrenamtler haben in neun Jahren einen kulturellen Ort der Begegnung geschaffen.

Das Team des Bürgerbahnhofs freut sich über die erfolgreiche Arbeit und die Anerkennung, die es von vielen Seiten erhält.
Das Team des Bürgerbahnhofs freut sich über die erfolgreiche Arbeit und die Anerkennung, die es von vielen Seiten erhält.

Das Team des Bürgerbahnhofs freut sich über die erfolgreiche Arbeit und die Anerkennung, die es von vielen Seiten erhält.

Bürgerbahnhof Vohwinkel

Das Team des Bürgerbahnhofs freut sich über die erfolgreiche Arbeit und die Anerkennung, die es von vielen Seiten erhält.

Vohwinkel. Für die Aufwertung und Belebung des Bahnhofsareals ist ihre Arbeit nach wie vor unverzichtbar. Seit mittlerweile neun Jahren setzen sich die Ehrenamtler des Bürgerbahnhofs Vohwinkel für ihre Vision ein und haben die Räume in der Schalterhalle zu einem Ort der Begegnung gemacht. Der ehemals von Vandalismus und Leerstand geprägte Bahnhof wurde durch dieses Engagement deutlich aufgewertet.

„Das ist eine Entwicklung, die uns Mut macht“, sagt Projektmanager Uli Kopka. Die vom Vohwinkeler Bürgerverein getragene Bürgerbahnhof Initiative hat sich außerdem zu einer festen Größe innerhalb der Wuppertaler Kulturlandschaft entwickelt. Das zeigt auch die Bilanz für 2016. Dabei kann der Bürgerbahnhof auf über 70 öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 3500 Gästen blicken. Auf dem Programm standen unter Konzertreihen, die sowohl international als auch mit lokalen Künstlern besetzt waren. Hinzu kamen Kabarettabende, eisenbahngeschichtliche Vorträge, Lesungen, Diskussionen, Filmvorführungen sowie die beliebten Bahnhofsführungen mit Michael Kühle.

Allein über 1000 weitere Besucher strömten zu den Veranstaltungen zum 175. Geburtstag der Bahnstation Vohwinkel. Ein Höhepunkt davon war der Buster Keaton Stummfilmklassiker „The General“, der von Mark Tykwers „Movie in Motion“ mit Livevertonung bei laufendem Bahnhofsbetrieb in der vollbesetzten Schalterhalle gezeigt wurde.

Stadtteil erstmals in die Kunst- und Museumsnacht eingebunden

Ebenfalls gut besucht waren die Ausstellung „synestheticon“ von Stefan Zöllner und das Konzert „Tourette Free Noise“ in der angeschlossenen Kunststation. Damit war der Stadtteil Vohwinkel erstmalig in die Wuppertaler Kunst- und Museumsnacht eingebunden und dabei einer der hochfrequentierten Orte.

Auch für den Nachwuchs wurde einiges geboten. Die Reihe „Rookie Session“ von Jonas Nitschke bietet Newcomer-Bands Auftrittsmöglichkeiten. „Der Bedarf an Räumen für Gruppentreffen, Seminare und private Feiern bescherte dem Bürgerbahnhof weitere rund 180 Nutzungen und damit eine hervorragende Auslastung“, sagt Uli Kopka. Er und seine Mitstreiter versprechen auch für 2017 ein hochkarätiges Programm. Für die Blues-Reihe sind mit der US-Größe Tom Shaka und der renommierten belgischen Bluesband „The Blues Bones“ bereits zwei Top-Bands angekündigt. Die Gitarrenreihe kann mit Hands On Strings und Tony McManus und Beppe Gambetta gleich zwei der einflussreichsten Akustik-Duos der aktuellen Gitarrenszene begrüßen. Außerdem geben sich die Irish-Folk-Legende Andy Irvine und die Tango-Virtuosen Vanina Tagini und Gabriel Merlino aus Argentinien die Ehre. Cover-Rock Freunde dürfen sich auf hochwertige Tribute-Konzerte für David Bowie, Genesis, The Doors und 40 Jahre WDR-Rockpalast freuen.

Ein besonderer musikalischer Leckerbissen wird der Auftritt des Eric Clapton-Gitarristen Andy Fairweather Low sein. Dieser spielt bereits zum zweiten Mal in Vohwinkel. Außerdem bildet der Bürgerbahnhof, neben den Quartieren Mirke und Wichlinghausen, einen von drei Ankerplätzen der „Kulturtrasse 2017“. „Es sind Menschen, wie die ‚Bahnhofversteher’, die Impulse setzen, indem sie Bürger ermutigen, sich einzubringen und Initiative zu ergreifen“, findet Uli Kopka. Orte wie der Bahnhof könnten mit ihren noch unfertigen Räumen zum neuen Image von Wuppertal als Stadt im Aufbruch, beitragen. „Unser derzeit fünfzehnköpfige Team fühlt sich bestärkt, dass dieses bürgerschaftliche Engagement mittlerweile als wichtiger Faktor der Stadtentwicklung wahrgenommen wird“, sagt Kopka.

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