Presbyterium und Förderverein erklärten bei einer Versammlung die Gründe für das Aus des Gemeindezentrums im Stadtteil.

Die Schließung bleibt ein Dauerthema. Archiv
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Stefan Fries

Die Schließung bleibt ein Dauerthema. Archiv

Vohwinkel. Nach wie vor sorgt die geplante Schließung des Gemeindezentrums Bremkamp im Stadtteil für Betroffenheit. Am 2. Juli wird hier um 17 Uhr der letzte Gottesdienst gefeiert. Hintergrund ist die Auflösung des Fördervereins Bremkamp. Dieser trug seit acht Jahren mit Veranstaltungen und Spendenaktionen erheblich dazu bei, dass die Arbeit zumindest im Gemeindezentrum weitergehen konnte. Die angrenzende Kirche wurde bereits Anfang 2009 wegen Sparzwängen geschlossen.

Reduzierung von drei auf zwei Pfarrstellen unvermeidlich

Bei einer Gemeindeversammlung berichteten Presbyterium und Förderverein im voll besetzten Gemeindezentrum Bremkamp über die Schließung. „Wir haben es uns bei der Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt die stellvertretende Presbyteriumsvorsitzende Carola Weinhold. Sie verweist auf die nach wie vor schwierige finanzielle Situation der Evangelischen Gemeinde Vohwinkel. Hauptproblem ist ein Rückgang der Mitglieder. „2006 hatten wir noch 9600, aktuell sind es nur noch 7800 Gemeindemitglieder“, erläutert Christian Köther vom Finanzausschuss. Laut Presbyterium werde langfristig eine Reduzierung von rechnerisch rund drei auf zwei Pfarrstellen nicht zu vermeiden sein. Es könnten daher nicht alle Standorte erhalten bleiben.

Bereits vor zehn Jahren entschloss sich das Leitungsgremium für eine Schließung am Bremkamp. Dagegen gab es allerdings massive Proteste. Schließlich wurde ein Förderverein den Erhalt gegründet. Zuletzt konnten dessen Mitglieder die laufenden Kosten zusammen mit einer Nachzahlung aber nicht mehr stemmen. „Christliche Gemeinde ist nicht an Orte und Gebäude gebunden“, sagt die ehemalige Vereinsvorsitzende Ute Melchior-Giovannini. Sie dankt allen Helfern und Unterstützern ausdrücklich für ihren großen Einsatz. Rund 100 000 Euro seien im Laufe der Jahre für das Gemeindezentrum zusammengekommen. „Darauf können wir sehr stolz sein“, betont Ute Melchior-Giovannini.

Das Gelände von Kirche und Gemeindezentrum soll jetzt möglichst zeitnah vermarktet werden. Am 2. Juli wird ab 11 Uhr ein Abschiedsfest organisiert. Bereits angenommene Vermietungen werden bis zum 30. September durchgeführt.

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