Die Verhandlungen stehen bevor: Beim einfachen Grundstücksverkauf gibt es drei Interessenten für den Stadtplatz.

Die Zukunft des Lienhardplatzes ist weiter ungewiss.
Die Zukunft des Lienhardplatzes ist weiter ungewiss.

Die Zukunft des Lienhardplatzes ist weiter ungewiss.

Uwe Schinkel

Die Zukunft des Lienhardplatzes ist weiter ungewiss.

Vohwinkel. Beim Neujahrsempfang der SPD hatte Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann noch über einen Besuch im Café am Lienhardplatz und in der angrenzenden Geschäftsmall sinniert. Bisher blieb eine Bebauung östlich des Stadtplatzes allerdings nur ein Traum. Doch nun scheint Bewegung ins Thema zu kommen. Nach einer endlosen Investorensuche, der gescheiterten europaweiten Ausschreibung sowie dem zuletzt ebenfalls erfolglosen "freihändigen Vergabeverfahren" gibt es für den einfachen Grundstücksverkauf bereits drei Interessenten. Die Verhandlungen sollen nach Aussage der Stadtspitze in den kommenden Wochen beginnen. Entscheidender Haken: Die für die bisherigen Verfahren von Politik und Verwaltung ausgearbeiteten Vorgaben - etwa beim geforderten Einzelhandel - sind für einen möglichen Investor nicht mehr bindend. Er muss sich lediglich an den Bebauungsplan halten.

Darin ist zwar eine grundsätzlich die Ansiedlung von Geschäften unter Bezug aufs Einzelhandelskonzept festgeschrieben. Konkrete Zahlen zu den Ladenflächen oder der von der Politik geforderte Durchgang von der Kaiserstraße zum Lienhardplatz finden sich hier allerdings nicht.
"Rechtlich dürfen wir beim einfachen Grundstücksverkauf keine über den Bebauungsplan hinausgehenden Vorgaben machen", erläutert Stadtkämmerer Johannes Slawig. Man werde allerdings für eine einvernehmliche Lösung das Gespräch mit dem zukünftigen Bauträger suchen.

Oberbürgermeister Peter Jung begrüßt derweil das Interesse von gleich drei Investoren. "Wir hoffen, dass wir das Projekt jetzt endlich zu einem guten Abschluss bringen können." Vorsichtiger bleibt Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann. "Ich würde mich natürlich über einen Abschluss freuen, aber solange nicht alles in trockenen Tüchern ist, bleibe ich skeptisch."

Bei den möglichen Käufern sind wieder die bekannten Namen im Gespräch. Auf WZ-Nachfrage bekundete die Wülfrather Unternehmensgruppe Clees weiterhin Interesse. Sie will eine Passage mit Geschäften bauen - allerdings ohne die geforderte Tiefgarage.

Vorsichtiger ist man dagegen beim sauerländischen Unternehmen Verfuß, das die Pläne für ein Einkaufs- und Ärztezentrum ausgearbeitet hatte. Hier wollte Projektentwickler Martin Grünewald weiteres Interesse weder dementieren noch bestätigen. Neu ist der dritte, bisher unbekannte Bewerber, dessen Angebot die Verwaltung gerade prüft.

Neuer Aufstellungsbeschluss: Für die Fläche neben dem Lienhardplatz gibt es einen neuen Aufstellungsbeschluss mit dem der angrenzende Bebauungsplanbereich einschließlich des Geländes der ehemaligen Eissporthalle in die Planung mit einbezogen werden soll.

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