Am Bahnhof Vohwinkel sind ortsunkundige Radler verloren. Minister gelobt Veränderung.

Der Bahnhof ist praktisch das westliche Tor zur Nordbahntrasse – die Verbindung dorthin finden aber nur Ortskundige.
Der Bahnhof ist praktisch das westliche Tor zur Nordbahntrasse – die Verbindung dorthin finden aber nur Ortskundige.

Der Bahnhof ist praktisch das westliche Tor zur Nordbahntrasse – die Verbindung dorthin finden aber nur Ortskundige.

Stefan Fries

Der Bahnhof ist praktisch das westliche Tor zur Nordbahntrasse – die Verbindung dorthin finden aber nur Ortskundige.

Vohwinkel. Es ist ein gewohntes Bild: Radfahrer, die in und um den Bahnhof Vohwinkel nach dem Weg zur Nordbahntrasse suchen. Gerade bei schönem Wetter nutzen viele Radler den direkten Anschluss von der Bahn zur Trasse und umgekehrt. Diese Kombination ist auch für Pendler interessant. Doch eine vernünftige Beschilderung gibt es nicht.

Dabei könnte die Verkehrsführung kaum verwirrender sein. Vom Bahnhof aus führt der Weg erst über den großen Park-and-Ride-Platz und weiter Richtung Osten. Dabei müssen allerdings viele Stufen überwunden werden. Die halbwegs ebenerdige Strecke bedeutet einen 300 Meter langen Umweg über die Bahnstraße zum Stationsgarten und weiter zum Akzenta-Parkplatz.

Wer sich nicht auskennt, hat keine Chance. „Wir werden regelmäßig nach dem Weg gefragt“, berichtet Bürgerbahnhof Sprecher Uli Kopka. Auch er wünscht sich, dass endlich die geplante Beschilderung realisiert wird. Für diese ist das Land zuständig. Doch wann die Schilder kommen, ist nach wie vor ungewiss. „Das ist eine unendliche Geschichte“, sagt Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Wuppertalbewegung. Für ihn ist die derzeitige Situation ebenfalls ein Ärgernis.

Bisher gibt es nur eine provisorische Kennzeichnung durch den Allgemeinen-Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Doch die relativ kleinen Schilder werden oft übersehen. Und auch für ortskundige Radfahrer ist der Weg vom Bahnhof zur Trasse kein Vergnügen. Wer den direkten Weg wählt, muss wegen der vielen Treppenstufen starke Arme haben. Zwar steht der wichtige Verkehrsknotenpunkt auf der Agenda des breit angelegten Modernisierungsprogramms der Bahn. Dieses umfasst im Stadtteil aber nicht den barrierefreien Zugang zu den Regional-Express-Gleisen und dem Park-and-Ride-Platz. Dafür hat NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) kein Verständnis. Im Rahmen des traditionellen Frühlingsempfangs der SPD im Stadtteil machte er sich ein Bild von den problematischen Gegebenheiten. Wie berichtet fehlen am Bahnhof Aufzüge und eine Rampe. Diesbezüglich fällt das Urteil des Ministers eindeutig aus: „Das ist ein echter Stolperparcours“ kritisiert Michael Groschek. Er bezeichnet die Situation als „absolut unbefriedigend“. Groschek will das Thema im Ministerium ansprechen und sich für eine Lösung einsetzen. Das begrüßt Carsten Gerhardt ausdrücklich. „Wir freuen uns sehr über das Engagement des Ministers“, betont er. ebi

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