Wegen Arbeiten an der Trasse müssen Anwohner über Behelfsweg fahren.

Günter und Reinhold Jacobi (v.l.) vor dem Tunnel, der bald gesperrt wird.
Günter und Reinhold Jacobi (v.l.) vor dem Tunnel, der bald gesperrt wird.

Günter und Reinhold Jacobi (v.l.) vor dem Tunnel, der bald gesperrt wird.

Der Behelfsweg, über den bald Autos fahren sollen.

Otto Krschak, Bild 1 von 2

Günter und Reinhold Jacobi (v.l.) vor dem Tunnel, der bald gesperrt wird.

Vohwinkel. Etwas skeptisch ist Reinhold Jacobi schon. „Wir wollen hoffen, dass es klappt“, sagt er und blickt auf den langen Feldweg in der Nähe seines Hauses. Ab dem Sommer wird die im Moment noch recht holprige Strecke rund sieben Wochen lang die einzige für Autos befahrbare Verbindung im Bereich Flieth 90 sein. Betroffen sind fünf Häuser und ein Gewerbebetrieb. Grund ist die Sperrung des rund 100 Jahre alten Eisenbahntunnels, der die Gebäude mit dem Straßennetz verbindet. Der Tunnel muss für die Nordbahntrasse saniert werden.

In dieser Zeit benötigen die Anwohner eine alternative Erschließung. Diese soll über den Weg Grünewald erfolgen, der zur Bahnstraße führt. Gerade das erste Teilstück sieht im Moment noch wenig vertrauenerweckend aus. Es soll aber demnächst instand gesetzt werden und dann auch für größere Fahrzeuge geeignet sein.

Die Stadt sieht keine andere Möglichkeit

„Das ist die einzige Möglichkeit, die wir haben“, erläutert Stadtsprecherin Kathrin Petersen das Vorhaben. Nach ihrer Aussage muss besonders die Erreichbarkeit durch Feuerwehr und Krankenwagen gesichert sein. Dazu sollen die Büsche am Weg zurückgeschnitten und die Schlaglöcher aufgefüllt werden.

„So ganz vorstellen kann ich mir das noch nicht“, sagt Günter Jacobi, dessen Sohn Carsten Jacobi hier einen Blumengroßhandel betreibt. Mit seinem großen Lastwagen wird dieser ab dem Sommer ebenfalls auf die Strecke angewiesen sein. Die Stadt betont, dass die Übergangslösung ausführlich geprüft wurde. „Es gab einen gemeinsamen Termin mit Polizei, Feuerwehr und dem Ressort Verkehrslenkung“, erklärt Petersen. Die Sanierung sei bewusst in den Sommer gelegt worden, damit die Arbeiten bei gutem Wetter zügig vorangehen können. „Wir gehen davon aus, dass der Zeitplan von sieben Wochen eingehalten werden kann“, sagt Petersen. Die Anwohner müssen in dieser Zeit einige Einschränkungen in Kauf nehmen, da mit der Sperrung des Tunnels auch der direkte Fußweg nach Hammerstein abgeschnitten ist.

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