In der beliebten Schwebebahn-Wippe verrichtete ein Unbekannter seine Notdurft.
In der beliebten Schwebebahn-Wippe verrichtete ein Unbekannter seine Notdurft.

In der beliebten Schwebebahn-Wippe verrichtete ein Unbekannter seine Notdurft.

Stefan Fries

In der beliebten Schwebebahn-Wippe verrichtete ein Unbekannter seine Notdurft.

Wuppertal. Müll ist im Stationsgarten schon länger ein Problem. Besonders nach sonnigen Wochenenden quellen die Abfalltonnen im kleinen Park an der Vohwinkeler Straße über. Auch auf den Grünflächen findet sich dann Unrat aller Art. Die jüngste „Hinterlassenschaft“ im Stationsgarten schlägt aber alles – und sorgt bei den Vohwinkeler Bürgern für Riesenärger. Mitten in der neuen Schwebebahnwippe entdeckten Besucher am Montag vergangener Woche einen großen Kothaufen. Bei den Exkrementen im beliebten Spielgerät für Kinder handelte es sich um menschliche Fäkalien. Groß ist die Wut der Vohwinkeler auf den Verursacher und dessen rücksichtsloses Verhalten. Kritik richtet sich aber auch gegen die Stadt. Denn trotz mehrer Anrufe beim Ordnungsamt wurden die Fäkalien erst am Mittwoch beseitigt. Damit hat die Reinigung fast anderthalb Wochen gedauert.

„Gerade bei einem so beliebten Spielgerät muss im Interesse der Kinder doch schnell gehandelt werden.“

Nicole Stöcker

„Ich kann das absolut nicht nachvollziehen“, sagt Mario Lancioni. Er habe die Behörden bereits am 10. April über die Verunreinigung informiert. „Als zwei Tage nichts passiert ist, habe ich noch mal angerufen“, berichtet Lancioni. „Für mich bleiben die Fragen, wer für die Beseitigung zuständig ist, wer unsere Kinder vor Krankheiten schützt und warum die Fäkalien nicht umgehend nach meinem ersten Anruf beseitigt wurde“, sagt der Vohwinkeler Bürger. Für die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Vohwinkeler Vereine (AGVV). Für Nicole Stöcker ist das Ganze ebenfalls nicht nachvollziehbar. „Gerade bei einem so beliebten Spielgerät muss im Interesse der Kinder doch schnell gehandelt werden“, findet sie.

Stadtsprecherin Martina Eckermann verweist darauf, dass die Bürgermeldung von der Leitstelle direkt an das zuständige Ressort für Grünflächen und Forsten weitergegeben worden sei. Durch die große Zahl an Parks und Grünanlagen in Wuppertal sowie durch urlaubsbedingten Personalmangel seien die Mitarbeiter aber stark beansprucht. „Trotzdem ist ein zuständiger Meister nach Erhalt der Meldung vor Ort gewesen und hat gereinigt“, berichtet Martina Eckermann.

Er habe die Meldung aber auf die leider übliche Verschmutzung des Stationsgartens durch Hundekot bezogen – und den eigentlichen Auslöser übersehen. „Dafür entschuldigen wir uns ausdrücklich“, sagt Martina Eckermann. Das Ressort habe den Fall zum Anlass für eine „weitere Optimierung“ bei der Abarbeitung solcher Meldungen genommen. Derweil fordern Bürger und Politiker wegen des Müllproblems eine Reinigung des Stationsgartens nach den Wochenenden. „Das wäre sicher sinnvoll“, sagt die zweite Vorsitzende der Aktion V, Annette Raabe-Vehlow. Die Stadt verweist allerdings darauf, dass der Stationsgarten bereits dreimal pro Woche gereinigt werde. Mehr Kapazitäten könnten nicht bereitgestellt werden.

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