Der Zerlegebetrieb hat drei Millionen Euro in den Standort investiert.

Vohwinkel
Betriebsleiter Mike Hofmann und Geschäftsführer Matthias Fuß erläutern Bürgermeister Jan Phillip Kühme den neuen Betrieb (v .l.).

Betriebsleiter Mike Hofmann und Geschäftsführer Matthias Fuß erläutern Bürgermeister Jan Phillip Kühme den neuen Betrieb (v .l.).

Andreas Fischer

Betriebsleiter Mike Hofmann und Geschäftsführer Matthias Fuß erläutern Bürgermeister Jan Phillip Kühme den neuen Betrieb (v .l.).

Vohwinkel. Der Umzug ist geschafft: Der Fleischgroßhandel Fuß ist am neuen Standort im Industriegebiet Simonshöfchen angekommen. Nach 34 Jahren seines Bestehens sei ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft gegangen, sagt Geschäftsführer Matthias Fuß. Das neue Grundstück hat eine Größe von rund 6500 Quadratmetern.

Dort sollen künftig täglich rund 500 Schweine zerlegt und verarbeitet werden. „Die Marktstrukturen haben sich verändert. Um mit diesen Veränderungen mithalten zu können, war eine Vergrößerung des Unternehmens notwendig“, sagte Fuß jetzt beim Tag der offenen Tür. Erstmals konnten auch die Mitarbeiter des Zerlegebetriebs ihren neuen Arbeitsplatz erkunden. Laut Geschäftsführer sind die Geräte technisch auf dem neusten Stand. Dafür wurden drei Millionen Euro investiert.

Die Zertifizierung wäre am alten Standort zu teuer geworden

Nicht bloß aus wirtschaftlicher Perspektive sei ein Umzug des Unternehmens vom Varresbecker Großmarkt an der Benrather Straße an der Zeit gewesen. „Am alten Standort hätten wir Probleme mit der IFS-Zertifizierung bekommen. Der Aufwand, der dort betrieben worden wäre, hätte in keinem Verhältnis zu einem Umzug gestanden“, sagt Matthias Fuß. Die International Featured Standards (IFS) sind ein einheitliches Bewertungssystem, das die Lebensmittelqualität sicherstellt.

Auf die strengen Vorschriften wurde beim neuen Standort des Unternehmens mit technischer Raffinesse reagiert. Die modernen Anlagen sind miteinander vernetzt und sorgen insgesamt für effizientere Arbeitswege.

Im Umkleideraum der Mitarbeiter gibt es einen sogenannten „Schwarz-Weiß-Bereich“: Schwarz steht für die Aufbewahrung der Alltagskleidung. Der weiße Bereich ist an eine neue Hygieneschleuse gekoppelt. Nach deren Durchgang dürfen Mitarbeiter das Unternehmen während der Arbeitszeit nicht mehr verlassen. Das Herzstück aber ist der Zerlegeraum. Dort wird die Grobzerteilung der Schweinehälften in fünf Teile durchgeführt, bis diese in die Fein-zerlegung kommen. „Wir sind bei der Verarbeitung sehr flexibel“, sagt Betriebsleiter Mike Hofmann. So könnten künftig nicht nur große, sondern auch kleine Mengen produziert werden – ganz den Wünschen der Kunden angepasst.

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