Stadt warnt vor Unfallgefahr: Massive Schäden erzwingen Tempo 30. Viele Straßen sind notdürftig repariert.

Alte Flicken und neue Schäden: So sieht die baufällige Hatzfelder Straße im Bereich des Tempolimits aus.
Alte Flicken und neue Schäden: So sieht die baufällige Hatzfelder Straße im Bereich des Tempolimits aus.

Alte Flicken und neue Schäden: So sieht die baufällige Hatzfelder Straße im Bereich des Tempolimits aus.

Uwe Schinkel

Alte Flicken und neue Schäden: So sieht die baufällige Hatzfelder Straße im Bereich des Tempolimits aus.

Hatzfeld. Sechs Jahre ist es mittlerweile her, dass die Stadtverwaltung im Verkehrsausschuss offen gefragt wurde, wann die Hatzfelder Straße angesichts erheblicher Schäden „wieder befahrbar gemacht wird“. Ebenfalls 2007 wurden gut 250.000 Euro in eine Teilsanierung investiert, was aber nicht verhinderte, dass weitere Teile der Hatzfelder Straße 2011 auf die Liste der baufälligen Straßen landeten – mit Hinweis auf den gewaltigen Sanierungsstau, in dem die chronisch „klamme“ Stadt bei ihren Brücken und Straßen nach wie vor steht.

Nach dem für die Verkehrswege besonders harten Winter trifft es nun den Abschnitt am Hangweg und am Pannesbusch – inklusive der Kreuzung am Raukamp: Wie gemeldet, hat die Stadt dort jetzt eine Tempo-30-Zone eingerichtet. Und die Verwaltung bittet Auto- und insbesondere auch Motorradfahrer, „besonders aufmerksam und vorsichtig zu fahren.“

Marode Landstraßen werden zum Problem

Wer offenen Auges auf den Straßen in Wuppertal und Umgebung unterwegs ist, der muss nach Schlaglöchern und notdürftig mit Kaltasphalt reparierten Straßen nicht lange suchen: Ein Beispiel ist die abschüssige massiv geschädigte Elberfelder Straße als Verbindung zwischen Wuppertal und Sprockhövel. Hier wurden die Schlaglöcher inzwischen mit diversen „Flicken“ versehen, um die Fahrbahn zumindest nutzbar zu halten – hier in Sprockhöveler Regie.

Heikel: Es sind gerade solche Landstraßen in Naherholungsgebieten, auf denen viele Motorräder und Fahrräder unterwegs sind und auf denen Schlaglöcher sehr gefährlich werden können. Und das Problem betrifft nicht nur Wuppertal, in denen angesichts leerer Kassen längst nur noch nach strengen Prioritätenlisten saniert wird.

Wie berichtet, stellt die Stadt in diesem Jahr zwei Millionen Euro zusätzlich für Instandsetzungen zur Verfügung – gerade auch mit Blick auf auf 13 baufällige Hauptstraßen und 50 Baustellen, die dringend in Angriff zu nehmen sind. Im schlimmsten Fall drohen Straßensperrungen oder – im Vorgriff – Tempolimits wie jetzt auf der Hatzfelder Straße. Wann und wie die Fahrbahn dort saniert wird, blieb am Montag allerdings noch offen.

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