Gegner der Sperrzäune haben eine Bürgerinitiative gegründet. Die Stadt will noch einmal für Ausgleichsflächen werben.

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Die Idylle trügt: Gegen die Sperrzäune hat sich jetzt sogar eine Bürgerinitiative gegründet. (Foto. Archiv)

Die Idylle trügt: Gegen die Sperrzäune hat sich jetzt sogar eine Bürgerinitiative gegründet. (Foto. Archiv)

Die Idylle trügt: Gegen die Sperrzäune hat sich jetzt sogar eine Bürgerinitiative gegründet. (Foto. Archiv)

Scharpenacken. Sobald es um die umstrittenen Zäune für die nicht minder umstrittenen Ausgleichsflächen am Scharpenacken geht, schlagen die Wogen hoch. "Jetzt muss es bei aller Kritik darum gehen, die Diskussionen zu versachlichen", sagt Klaus-Jürgen Skriboleit. Der 61 Jahre alte Wuppertaler ist erklärter Fan des Naherholungsgebietes auf dem ehemaligen Militärgelände und Mitgründer der Initiative Freies Scharpenacken.

Sie hat am Wochenende nach eigenen Angaben innerhalb von zwei Stunden gut 180 Unterschriften gegen die Zäune gesammelt und will diese Aktion am kommenden Sonntag fortsetzen. "Der Scharpenacken ist eine wunderschöne Gegend - und die darf man nicht mit Zäunen zerschneiden." Laut Bürgerinitiative wurden bislang 1800 Holzpfosten und insgesamt 7500 Meter Zaun installiert.

"Wir sind gesprächsbereit und fragen uns, warum die Stadt sich dagegen wehrt, ihre Fehler einzusehen", fügt Skriboleit auf WZ-Nachfrage hinzu. "Wir distanzieren uns gleichzeitig von allen Aktionen, bei denen Zäune beschädigt werden." Denkbar sei eine Informations-Aktion vor dem Rathaus in Barmen, "um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen." Auch ein eigener Online-Auftritt zum "Freien Scharpenacken" ist in Arbeit. Stephanie Heinrichs von der Bürgerinitiative kann zudem "nicht nachvollziehen", warum ausgerechnet jene Wiesenflächen eingezäunt wurden, die regelmäßig von vielen Wuppertalern zur Erholung und für ihre Freizeitaktivitäten genutzt werden.

Unterdessen unterstrich Oberbürgermeister Peter Jung gestern noch einmal, dass der Scharpenacken grundsätzlich als Naherholungsgebiet erhalten bleibe und sich die Einschränkungen auch aus Sicht der Stadt in Grenzen halten. In der kommenden Woche will die Stadt in Absprache mit dem Land in die Offensive gehen und auch auf die Notwendigkeit der Ausgleichsflächen für den JVA-Bau hinweisen.

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