Scharpenacken: Massive Bürger-Kritik zieht offizielle Stellungnahme nach sich.

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Umstritten: Blick auf Zäune am Scharpenacken.

Umstritten: Blick auf Zäune am Scharpenacken.

Andreas Fischer

Umstritten: Blick auf Zäune am Scharpenacken.

Wuppertal. Die Stadt Wuppertal reagiert auf die vielen kritischen Stimmen zur Absperrung von Flächen am Scharpenacken - und verteidigt die neu installierten Sperrzäune als einen tragbaren Kompromiss zwischen Naturschutz und Naherholung. "Für den überwiegenden Teil des Erholungsraumes bleibt trotz Baustelle alles beim Alten", heißt es in einer jetzt veröffentlichten Mitteilung aus dem Rathaus.

"Von den 220 HektarGrünflächen und Wald werden weniger als 80 Hektar für die Ausgleichsmaßnahmen benötigt, die durch die Bebauung der Landeseinrichtungen rechtlich vorgeschrieben sind." Seit Schließung des Standortübungsplatzes Mitte 2003 sei es bei den Überlegungen zum Scharpenacken "immer auch um eine naturnahe Entwicklung von Teilbereichen" gegangen. Dabei sei es auch ein erklärtes Ziel gewesen, einen "Ausgleich zwischen den Interessen von Erholungssuchenden und der Natur" zu schaffen.

Ein Verbot, Flächen zu betreten, könne sich "für Spaziergänger positiv auswirken - durch eine unberührte Natur um die ausgewiesenen Wege herum." Angesichts der Flächengrößen werde deutlich, "dass genug Platz für Freizeitvergnügen bleibt": So erhalte man zwei Drittel der Fläche am Scharpenacken als Erholungsraum.

Bei der Hälfte der besagten 80 Hektar an Ausgleichflächen handele es sich in Zukunft um "geschützten Naturwald, der weiterhin auf dem Hauptweg durchquert werden kann." Die andere Hälfte verteile sich "auf drei Teilflächen, die für die Schafbeweidung eingezäunt werden." Das Gelände am Scharpenacken befinde sich inzwischen weitgehend in Landesbesitz, um die "Ausgleichsmaßnahmen für die Landeseinrichtungen auf rechtlicher Ebene abzusichern."

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