Knapp 1000 Fahrgäste nutzen den Achtsitzer jeden Monat. Künftig hält der Bus auch am Ascheweg. Die Strecke der Linie1 ändert sich.

Die ehrenamtlichen Fahrer halten den Bürgerbus auf Kurs.
Die ehrenamtlichen Fahrer halten den Bürgerbus auf Kurs.

Die ehrenamtlichen Fahrer halten den Bürgerbus auf Kurs.

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Die ehrenamtlichen Fahrer halten den Bürgerbus auf Kurs.

Ronsdorf. Seit zweieinhalb Jahren rollt der Bürgerbus durch Ronsdorf. Dabei hat das Fahrzeug mittlerweile 116.000 Kilometer zurückgelegt und über 20.000 Fahrgäste transportiert. Mit knapp 1000 Passagieren pro Monat im vergangenen Jahr erreicht der Ronsdorfer Verein die angestrebte Nutzerzahl. 30 Fahrer, darunter sechs Frauen, leisteten im vergangenen Jahr 3000 Stunden ehrenamtliche Arbeit.

Vom Land gibt es weiterhin finanzielle Unterstützung

Den Erfahrungen der Fahrer und den Wünschen der Fahrgäste folgend, wird die Fahrtstrecke ab kommenden Montagnachmittag geändert. Auf der Linie 1 sind die Haltestellen Stadtbahnhof und Lüttringhauser Straße zur Haltestelle "Am Schwimmbad" zusammengelegt worden. Da im Gebiet Werbsiepen nur wenige Anwohner den Bus nutzten, geht es jetzt ab der Haltestelle "Untere Linde" links ab zur Haltestelle "Im Stockberg". Neue Haltestellen folgen mit "Haus Blombach", "Kommunalfriedhof", "Am Lohsiepen" und "Dickestraße".

Neu auf der Bus-Route ist auch die Haltestelle "Ascheweg". Diese wird auch auf der zweiten Runde, die jeweils zur vollen Stunde ab Markt startet, angefahren. Auf der zweiten Runde wird nun auch die Haltestelle "Am Stall" angefahren. Der Fahrpreis von 1,50 Euro und der Stundentakt bleiben dagegen bestehen.

Unterstützt wird der Bürgerbusverein von den WSW. Für die Zusammenarbeit ist beim Verkehrsunternehmen Manfred Bock zuständig. Er kennt aus seiner Arbeit im Landesvorstand die hohe Akzeptanz der Bürgerbusse. Mittlerweile gibt es 83 Vereine in NRW. Das Land hat angekündigt, diese weiter zu unterstützen. So gibt es 32.000 Euro beim Kauf eines neuen Fahrzeugs und eine jährliche Organisationsprämie von 5000 Euro. Davon wird beispielsweise ein Erste-Hilfe-Kursus bezahlt, den die Fahrer jetzt besuchen. Außer zwei Sätzen Reifen pro Jahr und den Benzinkosten musste der Verein nichts in den Wagen investieren. Eine Reparatur-Versicherung deckt die Kosten und garantiert ein Ersatzfahrzeug, falls der Bus doch einmal in der Werkstatt stehen muss. Nach sieben Jahren oder 300.000 Kilometern hat ein Verein Anspruch auf einen Landeszuschuss für ein neues Fahrzeug.

Bürgerbusvereins-Vorsitzender Winfried Arenz wünscht sich, dass noch mehr Fahrgäste die Ronsdorf-Karte als Zahlungsmittel einsetzen. Das bargeldlose Verfahren spart den Fahrern Zeit.

Der Anteil der Senioren an den Fahrgästen ist sehr hoch: manche fahren nach Angaben der Organisatoren nur mit dem Bus, um Kontakte zu haben. Auch Jugendlichen, die noch keinen Führerschein haben, nutzen dem Bürgerbus, um beispielsweise zum Sportplatz Linde zu kommen. Kaum vertreten sind dagegen die 18- bis 65-Jährigen.

Profitiert hat der Verein auch von den hohen Benzinpreisen im vergangenen Jahr. In dieser Phase stieg die Zahl der Fahrgäste an.

Noch sind die Ronsdorfer der einzige Bürgerbusverein in Wuppertal. In Cronenberg hat sich aber mittlerweile ein Verein "Dörper Bus" gegründet.

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