Nach der Klage des Mieterbunds und Kritik der Stadt wurde jetzt offenbar nachgebessert.

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In der Kritik: der bauliche Zustand der Häuser Rehsiepen.

In der Kritik: der bauliche Zustand der Häuser Rehsiepen.

Uwe Schinkel

In der Kritik: der bauliche Zustand der Häuser Rehsiepen.

Ronsdorf. "Der nächste Regen kommt bestimmt", sagt Rechtsanwalt Christian Hörning und spricht dabei weniger vom Wuppertaler Wetter als vielmehr über den baulichen Zustand der Ronsdorfer Wohnanlage Rehsiepen.

Dort klagen Mieter der Häuser im Besitz des Immobilien-Unternehmens Gagfah seit langem über Baumängel, insbesondere feuchte, teils von Schimmel befallene Wohnungen und renovierungsbedürftige Hausflure.

Deutliche Feuchtigkeitsschäden im Treppenhaus am Mohrhennsfeld

Vor rund fünf Wochen hat der Wuppertaler Mieterbund für ein Mitglied auf Instandsetzung geklagt, ihm geht es dabei insbesondere um das Treppenhaus im Gebäude am Mohrhennsfeld 32.

Nachdem angekündigte Ausbesserungsarbeiten auch nach Auskunft der Stadt keinen nachhaltigen Erfolg gezeigt hatten, war von Baudezernent Frank Meyer (SPD) Mitte Oktober eine Instandsetzungsanordnung für die Treppenhäuser in den Gebäuden Mohrhennsfeld 28, 30 und 32 angekündigt worden.

Doch die anschließende Sanierung sei wiederum nicht erfolgreich gewesen, sagt Rechtsanwalt Hörning. Der "Regentest" habe gezeigt, dass die Wände weiterhin feucht sind. "Dass die Reparatur des Schadens nicht geglückt ist, räumt die Gegenseite ein", so Hörning. "Die Gagfah hat vor Gericht behauptet, dass in der vergangenen Woche eine endgültige Mängelbeseitigung stattgefunden habe."

Stadt kündigt erneute Überprüfung an

Das ist auch von Gagfah-Sprecherin Bettina Benner zu erfahren, die gestern auf Nachfrage mitteilte, dass es nach dem starken Regen vom 12. bis 14. November einen Wassereintritt im Treppenhaus des Hauses Mohrhennsfeld 32 gegeben habe. "Diesen Schaden haben wir gemeinsam mit Vertretern der Stadt am 16. November begutachtet. Die Arbeiten wurden am 18. November abgeschlossen."

Wie effektiv sie waren, muss sich nun zeigen. Die Klägerin, eine Mieterin im Haus Mohrhennsfeld32, werde nun die nächsten Wochen abwarten und schauen, ob wirklich kein Regem mehr durchkomme, sagt Rechtsanwalt Christian Hörning: "Das Gericht hat eine vergleichsweise Lösung angeregt, um die sich die Parteien bemühen wollen."

Auch die Stadt kündigt an, die Instandsetzung begutachten zu wollen: "Wir warten bis Anfang kommender Woche ab und werden den Zustand des Treppenhauses erneut überprüfen", sagte Stadt-Sprecherin Ulrike Schmidt-Kessler gestern zur WZ.

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