Erneut gibt es Wasserschäden in den Häusern am Mohrhennsfeld. Die Gagfah kündigt Reparaturen an.

Dauer-Ärgernis: Der Zustand der Wohnhäuser in der Straße Mohrhennsfeld.
Dauer-Ärgernis: Der Zustand der Wohnhäuser in der Straße Mohrhennsfeld.

Dauer-Ärgernis: Der Zustand der Wohnhäuser in der Straße Mohrhennsfeld.

Uwe Schinkel

Dauer-Ärgernis: Der Zustand der Wohnhäuser in der Straße Mohrhennsfeld.

Ronsdorf. „Der nächste Regen kommt bestimmt“, hatte Rechtsanwalt Christian Hörning im November orakelt, nachdem die Wohnungsbaugesellschaft Gagfah nach eigener Aussage Wasserschäden in der Ronsdorfer Wohnanlage am Rehsiepen beseitigt hatte.

Mohrhennsfeld: Keine nachhaltige Beseitigung der Mängel

Hörning sollte Recht behalten: Wieder steht Wasser im Treppenhaus des Gebäudes Mohrhennsfeld 32, und der Ärger geht in eine neue Runde. Seit langem ärgern sich Bewohner der Häuser über Baumängel, insbesondere feuchte, teils von Schimmel befallene Wohnungen und renovierungsbedürftige Hausflure. Im Oktober hatte ein Mitglied des Deutschen Mieterbundes Wuppertal auf Instandsetzung des Treppenhauses geklagt, das laut Gagfah auch repariert worden ist.

Doch nachhaltig können die Reparaturen nicht gewesen sein, sagt der zuständige Rechtsanwalt Christian Hörning: „Der erneute Regentest hat gezeigt, dass die Mängelbeseitigungsarbeiten nicht gehalten haben, weil wieder Wasser eingedrungen ist.“

Die Gagfah bestätigte am Donnerstag den Schaden. „Haus 30 hat eine feuchtere Stelle in der Nähe des Aufzugschachts. Haus 32 hat drei feuchte Stellen, ebenfalls in der Nähe des Aufzugschachts“, sagte Gagfah-Sprecherin Bettina Benner.

Sie kündigte an, dass nun der Übergang des Daches zum Aufzugsturm abgedichtet werde – was in einem anderen Haus zum Erfolg geführt habe. „Die Arbeiten werden von uns so schnell wie möglich ausgeführt“, sagte Benner, allerdings müsse eine frostfreie Woche abgewartet werden. „Laut Wetterbericht ist in den nächsten zwei Wochen keine Änderung zu erwarten. Wir werden die Arbeiten durchführen, sobald verlässliches Wetter gemeldet wird.“

Heute: Baudezernent Frank Meyer begutachtet den Schaden

Die Wohnanlage gehört zur Gagfah. Die Gruppe ist mit einem Bestand von etwa 170 000 Mietwohnungen das größte an der deutschen Börse notierte Immobilienunternehmen.

Rechtsanwalt Christian Hörning klagt für ein Mitglied des Mieterbundes auf Instandsetzung des Treppenhauses im Gebäude Mohrhennsfeld 32. Die Klage ist im Oktober beim Amtsgericht Wuppertal eingereicht worden. Der Mieterbund wollte mit der Klage „ein deutliches Signal“ an die Gagfah richten – auch weil die Stadt Wuppertal für viele Empfänger von Sozialleistungen die Mietkosten zahle und ordnungsgemäße Wohnungen erwarten könne.

Es wäre nicht die erste Ausbesserung am Rehsiepen. Der Deutsche Mieterbund Wuppertal verfolgt die Beseitigung der Mängel in den Häusern am Rehsiepen seit langem. Seiner Ansicht nach hat es bislang keine dauerhafte Beseitigung der Schäden gegeben.

Doch auch die Stadt scheint mit ihrer Geduld mittlerweile am Ende zu sein: Heute Nachmittag hat sich Baudezernent Frank Meyer (SPD) angekündigt, um den Schaden vor Ort zu begutachten und in Zusammenarbeit mit der Gagfah eine dauerhafte Lösung für das Problem zu finden. Ob das gelingt, wird sich zeigen. Spätestens beim nächsten Wolkenbruch.

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