Die Planungen zum millionenschweren Bauvorhaben gehen in die nächste Runde.

Die „Bürgerinitiative L 419“ will eine unterirdische Lösung für den Ausbau der Straße. Die ist dem Ministerium aber zu teuer.
Der Lückenschluss zwischen der A 46 und der A 1 soll die Verkehrssituation für ganz Wuppertal verbessern. Archiv

Der Lückenschluss zwischen der A 46 und der A 1 soll die Verkehrssituation für ganz Wuppertal verbessern. Archiv

Andreas Fischer

Der Lückenschluss zwischen der A 46 und der A 1 soll die Verkehrssituation für ganz Wuppertal verbessern. Archiv

Ronsdorf. Die Planungen für den Ausbau der Landesstraße 419 in Ronsdorf gehen bald in die nächste Runde. Bis Donnerstag lagen die Unterlagen von Straßen NRW im Rathaus aus, noch bis zum 21. Dezember können Betroffene eine Stellungnahme zum Ausbau der L 419 abgeben. Die Planungsunterlagen für den ersten Bauabschnitt zwischen Lichtscheid und Erbschlö sind bis dahin auch noch online auf der Homepage der Stadt einzusehen.

Bislang liegen drei Stellungnahmen bei der Stadtverwaltung vor

Einen Monat hatten die Unterlagen im Rathaus ausgelegen, etwa 60 Personen hätten sich dort informiert, sagt Stadtsprecherin Martina Eckermann. Das sei ein „normales Maß“. Da in der gesamten Zeit die Unterlagen auch online konsultiert werden konnten, sei davon auszugehen, dass die große Mehrheit der Betroffenen die Unterlagen digital eingesehen habe. Bislang seien drei Stellungnahmen bei der Stadt eingegangen, betont Eckermann. Diese Zahl dürfte sich aber bis zum Ende der Frist noch erhöhen. Zudem können die Stellungnahmen auch bei der Bezirksregierung Düsseldorf als Verfahrensträgerin abgegeben werden.

Die Bezirksregierung Düsseldorf wird den Landesbetrieb Straßen NRW in einem weiteren Schritt zu einer Stellungnahme auffordern. Vermutlich wird es dann noch einen Erörterungstermin zu dem Bauvorhaben geben. Das Verfahren dürfte sich den Schätzungen zufolge etwa ein bis zwei Jahre hinziehen, ein Baubeginn wird – sofern keine Klagen für Verzögerungen sorgen – frühestens für 2020 erwartet.

Gegenwärtig werden die Planungen zum ersten Bauabschnitt auch in den politischen Gremien besprochen. Immerhin rund 53 Millionen Euro will das Land für den vierspurigen Ausbau der L 419 im ersten Bauabschnitt investieren.

Und auch die Stadtverwaltung hat ihre Stellungnahme zu dem Bauvorhaben abgegeben. Grundsätzlich begrüße man den geplanten Ausbau der L 419, weil dadurch die „seit vielen Jahren bestehenden Verkehrsprobleme auf den Südhöhen“ beseitigt werden könnten, erklärt die Stadt. Allerdings gibt es auch Kritikpunkte, die die Verwaltung auflistet. So wird etwa moniert, dass die Planungen im Bereich der Ronsdorfer Anlagen eine „Schallschutzlücke“ von 300 Metern aufweisen. Außerdem fehle in den Planungen bislang eine 30 Meter breite Grünbrücke, die die Parkanlagen an der L 419 miteinander verbindet.

Überdies verweist die Stadt darauf, dass Straßen NRW bei den Planungen zum Ausbau der auch als „Südtangente“ bekannten L 419 eine Gesamtverkehrsuntersuchung vorlegen müsse, die auch die geplanten Bauvorhaben an der A 46 sowie am Autobahnkreuz Wuppertal-Nord in einem Gesamtkonzept berücksichtigt. Dabei müssten auch die Zahlen zur Entwicklung der Verkehrsmenge überprüft werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer