Jede Klasse hatte beim Herbstfest auf dem Schulhof ihren Stand. Die Schule wird zudem mit einem Siegel ausgezeichnet.

Jede Klasse hatte beim Herbstfest auf dem Schulhof ihren Stand. Die Schule wird zudem mit einem Siegel ausgezeichnet.
Kevin Schneider spielte beim Herbstfest gewissermaßen mit dem Feuer.

Kevin Schneider spielte beim Herbstfest gewissermaßen mit dem Feuer.

Gerhard Bartsch

Kevin Schneider spielte beim Herbstfest gewissermaßen mit dem Feuer.

Ronsdorf. Ausgelassene Feierstimmung beim Herbstfest der Ronsdorfer Erich-Fried-Gesamtschule. „Ich bin sehr angetan von dem großen Andrang. Das tolle Wetter spielt uns natürlich perfekt in die Karten“, sagt Schulleiter Reinhart Herfort erfreut über die zahlreichen Besucher. Alle Klassen präsentieren sich beim Herbstfest mit einem eigenen Stand auf dem Schulgelände. „Bei uns haben die Kinder ihre Ideen für einen Stand auf die Tafel geschrieben. Dann haben wir zusammen – Eltern, Kinder und die Lehrer – alles organisiert. Die Kinder betreuen den Stand und wechseln sich ab. Das stärkt natürlich auch sehr die Klassengemeinschaft“, sagt Alin Schlischka, deren Sohn Marc fleißig am Cross-Boccia-Stand mithilft. Außer den Mitmachattraktionen wie Cross-Boccia, Menschenkicker und einem Bobbycar-Parcours gibt es auch viele Verkaufsstände. Hier werden Hot-Dogs, frische Waffeln, Kaffee und Kuchen sowie selbstgemachte Marmelade angeboten.

Mehr als 40 Stände bieten ein abwechslungsreiches Programm. Der gesamte Schulhof der Schule ist mit Ständen gefüllt. Es herrscht großes Gedränge. Die Fortbewegung ist nicht ganz so einfach und an einigen Ständen bilden sich lange Warteschlangen. „Faszinierend wie viel hier los ist. Das zeigt auch die besondere Beziehung zwischen der Schule und dem Stadtbezirk Ronsdorf. Viele Eltern und Lehrer kennen sich untereinander“, sagt Lev Nazarov, der den Pfandraisingstand betreibt. Hier können leere Pfandflaschen abgegeben werden. Das gesammelten Pfandgeld wird dann in Sprachkurse für Flüchtlinge investiert.

„Seitdem wir 2015 rund 300 Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan in unseren Turnhallen aufgenommen haben, hat sich eine große Willkommenskultur an unserer Schule entwickelt.“

Reinhart Herfort, Schulleiter der Erich-Fried-Gesamtschule

Die Organisation des Festes verschlingt einiges an Zeit. Über das Jahr hinweg werden in den einzelnen Klassen Ideen gesammelt. „Das ist das größte Fest, das wir an unserer Schule haben. Darauf arbeiten wir lange hin“, sagt Mathis Ullrich, Lehrer für Deutsch und Geschichte, und fügt hinzu: „Das Geld, dass wir beim Fest einnehmen, geht größtenteils an den Förderverein unserer Schule. Damit werden zum Beispiel finanzschwächere Familien unterstützt, damit die Kinder an Klassenfahrten teilnehmen können.“

Zum ersten Mal präsentiert die Erich-Fried-Gesamtschule im unteren Schulhofbereich eine große Bühne, auf der den ganzen Tag über ein durchgängiges Kulturprogramm aufgeführt wird. Theateraufführungen, Musikbeiträge und eine Tanzveranstaltung sind ebenso Teil dieses Programms wie eine spektakuläre Feuershow.

Erich-Fried-Gesamschule ist jetzt Schule ohne Rassismus

Am 12. Oktober begrüßt die Erich-Fried-Gesamtschule ab 18 Uhr alle Gesamtschulen in Wuppertal zum Kulturabend. Bei diesem stehen die Themen Integration und Vielfalt im Mittelpunkt.

Einen ganz besonderen Preis bekommt die Schule für ihr soziales Engagement beim Thema Integration verliehen. „Seitdem wir 2015 rund 300 Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan in unseren Turnhallen aufgenommen haben, hat sich eine große Willkommenskultur an unserer Schule entwickelt“, sagt Schulleiter Herfort. „Wir sehen die Unterschiedlichkeit als Reichtum. Es ist eine Bereicherung für uns alle. Daher lautet auch unser Motto: Vielfalt leben, Vielfalt lieben.“ Für ihre vielen Projekte rund um Rassismusbekämpfung bekommt die Schule deswegen das Siegel „Schule ohne Rassismus“. Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke ist der Schirmherr des Projektes. Mucke: „Ich bin von dem Projekt überzeugt, weil der Respekt vor dem Gegenüber wichtig ist. Die Courage um Rassismus zu bekämpfen, müssen wir unseren Kids beibringen. In Wuppertal ist kein Platz für Rassismus.“ Für die Erich-Fried-Gesamtschule ein toller Preis an einem wahren Festtag.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer