Nach der Auflösung des Löschzugs der Freiwilligen Feuerwehr trafen sich die Wehrleute noch einmal im Feuerwehrhaus.

Die Wehrleute ein letztes Mal vor ihrem Einsatzfahrzeug, darunter Löschzugführer Thomas Berg (ganz hinten rechts), der ehemalige Löschzugführer Helmut Morhenn (ganz rechts vorne) sowie der dienstälteste, Hauptbrandmeister Axel Fels (vorne links).
Die Wehrleute ein letztes Mal vor ihrem Einsatzfahrzeug, darunter Löschzugführer Thomas Berg (ganz hinten rechts), der ehemalige Löschzugführer Helmut Morhenn (ganz rechts vorne) sowie der dienstälteste, Hauptbrandmeister Axel Fels (vorne links).

Die Wehrleute ein letztes Mal vor ihrem Einsatzfahrzeug, darunter Löschzugführer Thomas Berg (ganz hinten rechts), der ehemalige Löschzugführer Helmut Morhenn (ganz rechts vorne) sowie der dienstälteste, Hauptbrandmeister Axel Fels (vorne links).

Wolfgang Wohlers

Die Wehrleute ein letztes Mal vor ihrem Einsatzfahrzeug, darunter Löschzugführer Thomas Berg (ganz hinten rechts), der ehemalige Löschzugführer Helmut Morhenn (ganz rechts vorne) sowie der dienstälteste, Hauptbrandmeister Axel Fels (vorne links).

Linde. Mit einer letzten gemeinsamen Weihnachtsfeier am gewohnten Dienst-Montag verabschiedeten sich die Freiwilligen Feuerwehrleute von ihrem Löschzug Linde, der, wie berichtet, kürzlich aufgelöst wurde. „Auch wenn es schon länger bekannt war, ist es traurig, dass es nicht mehr weitergeht”, sagt Hauptbrandmeister Andreas Siebert stellvertretend für die aktiven und ehemaligen Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen, die noch mal in ihr Haus an der Linde gekommen sind.

Den weitesten Weg haben David Cryns und Hans Werner Zopp gehabt, die aus Hamm und Wetter gekommen sind. Sie sind auch Beispiele dafür, warum es die Feuerwehr an der Linde nicht mehr gibt. Zu viele aktive Retter sind fortgezogen, zu wenige Neue aus der Nachbarschaft haben ihre Plätze übernommen.

„Die Wehr war ein bisschen wie ein Zuhause.“

                                       Werner Zopp, Feuerwehrmann

Interner Rekordhalter bei den aktiven Dienstjahren ist Hauptbrandmeister Axel Fels. Er ist genau 414 Monate lang – seit Sommer 1980 – rund um die Uhr zur ehrenamtlichen Hilfe bereit gewesen.

Mit am Tisch sitzen auch zwei Mitglieder der Ehrenabteilung. Michael Wiedenbach, der mehr als 32 Jahre in der Linder Feuerwehr aktiv war, und Helmut Mohrhenn, der die Einheit zwischenzeitlich leitete. Sie sind ebenso Teil der Geschichte wie Brandinspektor Thomas Berg, der den Löschzug seit 2001 geführt hat.

Am 22. Februar 1908 als achte Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Ronsdorf. Anlass war der Brand in der Bandfabrik Keller an der Linde. Der Löschbezirk war identisch mit dem Schulbezirk der Volksschule Linde.

Im September 2004 bezog der Löschzug Linde sein neues Domizil mit der Adresse Jägerhaus 112. Gut ein Jahr hatten die Bauarbeiten gedauert.

 Als die „Wuppertaler Nordbahn“ 1873 als Konkurrenzstrecke zur Stammstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft gebaut wurde, sollte das zugehörige Bahnhofsgebäude als zweiter Hauptbahnhof mit dem 1848 erbauten Bahnhof Elberfeld am Döppersberg konkurrieren. Der Bahnhof Mirke wurde von dem Architekten Eberhard Wulff 1882 fertiggestellt.

Fragt man nach besonderen Erinnerungen, müssen die Feuerwehrleute nicht lange nachdenken. Als Teil einer Sondereinsatzgruppe des Rettungsdienstes waren die Linder unter anderem 1988 beim Absturz eines Militärflugzeugs über Remscheid, 1996 beim Brand des Flughafens Düsseldorf, 1999 beim Absturz der Schwebebahn und 2005 beim Papst-Besuch zum Weltjugendtag in Köln im Einsatz.

Bauernhofbrand und Dominosteine auf der A1

Im eigenen Löschbezirk sind es der Brand des Restaurants Julischka und eines Bauernhofs auf Marscheid, die besondere Spuren hinterlassen haben. „Mein schönster Einsatz war auf der Autobahn, wo ich knietief in Dominosteinen stand“, erinnert sich Andreas Siebert an einen Lastwagenbrand auf der A1.

Auch das gute Zusammenwirken mit den anderen Vereinen und der Bevölkerung an der Linde wird in Erinnerung bleiben. „Vor allem die Firma Lumbeck und Wolter hat uns jahrelang sehr unterstützt“, ist Thomas Berg nach wie vor dankbar.

„Die Wehr war ein bisschen wie ein Zuhause“, sagt Hans Werner Zopp. Im Kameradenkreis sei es auch möglich gewesen, private Probleme anzusprechen. Darauf können die Linder Feuerwehrleute jetzt nur noch zurückblicken. „Es ist auch ein bisschen Wehmut dabei, wenn wir uns heute zum letzten Mal treffen“, bringt es Thomas Berg auf den Punkt – und das eine oder andere feuchte Auge im Raum gibt ihm Recht.

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