Der Ex-Bundesligaprofi trifft im Zuge der Anstoß-Initiative auf die DFB-Wohngruppe.

Ingo Anderbrügge beim Training.

Ingo Anderbrügge beim Training.

Carsten Kobow

Ingo Anderbrügge beim Training.

Ronsdorf. Prominenter Besuch bei der DFB-Wohngruppe in der Justizvollzugsanstalt: Der ehemalige Bundesliga-Profi Ingo Anderbrügge leitete eine Trainingseinheit mit den Häftlingen. Neun junge Männer sind dabei, Teilnehmer der Resozialisierungsinitiative „Anstoß für ein neues Leben“ der Sepp-Herberger-Stiftung und der Bundesagentur für Arbeit. „Die Jugendlichen leben in der sogenannten DFB-Wohngruppe zusammen“, sagt Sportkoordinator Uwe Stärk.

Sport ist in der JVA ein pädagogisches Instrument. Zusammen mit sechs Kollegen organisiert Stärk jeden Tag ein umfangreiches Programm mit Laufen, Fußball, Spinning und Kraftsport. Derzeit sind 430 Jugendliche in Ronsdorf untergebracht.

Anderbrügge hatte bereits 2015 als Botschafter des FC Schalke 04 die JVA Herford besucht. Mit seiner „Fußballfabrik“ bildet er jedes Jahr rund 3 000 Kinder und Jugendliche sportlich weiter. Schalke engagiert sich als Patenverein der Anstoß-Initiative.

„Du bist als Spieler kein Fan, du bist Profi und musst deine Karriere planen“, erklärt Anderbrügge den Jugendlichen zwischen Sprint- und Dribbling-Übungen. In der JVA geht es um Erfolge außerhalb des Fußballfeldes: André (Name geändert) wird bald entlassen, mit Bestnote hat er in Ronsdorf die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer abgeschlossen. „Nutze die Chance“, sagt Anderbrügge. Es wäre der Anstoß für ein neues Leben.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer