Vor 25 Jahren wurde der Eine-Welt-Laden eröffnet. Morgen ist die Jubiläumsfeier.

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Brigitte Halbach, Carola Twardella und Christa Mühlhoff arbeiten ehrenamtlich im Laden an der Lüttringhauser Straße.

Brigitte Halbach, Carola Twardella und Christa Mühlhoff arbeiten ehrenamtlich im Laden an der Lüttringhauser Straße.

Andreas Fischer

Brigitte Halbach, Carola Twardella und Christa Mühlhoff arbeiten ehrenamtlich im Laden an der Lüttringhauser Straße.

Ronsdorf. Am Anfang war die Kampagne: "Jute statt Plastik", das Schlagwort der Wuppertaler Gepa, hatte Ende der Siebziger bundesweit ein Bewusstsein für fairen Handel geschaffen. Auch in Ronsdorf blühte zu dieser Zeit der Handel mit fair produzierten Gütern - aber nur in den Kirchengemeinden. Im Herbst 1984 wagten einige Gemeindemitglieder dann einen Probe-Verkauf außerhalb der Gemeindehäuser. Sechs Wochen lang wurde in der Vorweihnachtszeit mit Waren der Gepa gehandelt - in einer leer stehenden Wohnung in der Echoer Straße. Es wurde ein Erfolg.

Weniger als ein Jahr später, am 19. Oktober 1985, öffnete in einem Kellerraum einer der ersten Eine-Welt-Läden in Wuppertal. Mittlerweile hat er sich in einem neuen Ladenlokal an der Lüttringhauser Straße etabliert. Die 35 Mitglieder des "Aktionskreises Eine Welt Wuppertal-Ronsdorf" gewährleisten seit nunmehr 25 Jahren den regelmäßigen Verkauf - und das unentgeltlich. Morgen, am 6. November, feiert der Aktionskreis sein Jubiläum.

"Wir sind inzwischen ein Rentner-Club."

Brigitte Halbach, Gründungsmitglied, über die Nachwuchs-Probleme des Aktionskreises Eine Welt.

Bis dahin war es ein langer Weg. Viele Diskussionen gab es vor der Gründung des Arbeitskreises darüber, wie die politische Botschaft von Gerechtigkeit für eine Welt verbreitet werden könnte: "Der Handel im Eine-Welt-Laden erschien uns als ein ganz praktischer Weg", sagt Gründungsmitglied Brigitte Halbach.

Transparenz zählt: Hintergründe der Produkte sind wichtig

Dabei war Transparenz ein wichtiges Thema. Die Mitarbeiter im Laden sollten die Kunden darüber informieren können, wie sie mit dem Kauf von fair gehandelten Produkten für soziale Gerechtigkeit auch in der sogenannten Dritten Welt sorgen können. "Das war am Anfang gar nicht so leicht", erinnert sich Halbach. Noch heute wird bei Informationsabenden das "Produkt des Monats" vorgestellt.

Durch den Umzug des Geschäfts vor vier Jahren an prominente Stelle sind viele neue Kunden auf den Laden aufmerksam geworden. An ehrenamtlichem Nachwuchs mangelt es dem Aktionskreis jedoch: "Wir sind inzwischen ein Rentner-Club", stellt Halbach fest. Neue Mitglieder seien jederzeit willkommen.

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