An der Kurfürstenstraße entstehen bis Juni 2018 vier Mehrfamilienhäuser.

An der Kurfürstenstraße entstehen bis Juni 2018 vier Mehrfamilienhäuser.
Im Frühsommer 2018 sollen die Neubauten an der Kurfürstenstraße fertig sein. Grafik: Schwittay Architekten

Im Frühsommer 2018 sollen die Neubauten an der Kurfürstenstraße fertig sein. Grafik: Schwittay Architekten

Im Frühsommer 2018 sollen die Neubauten an der Kurfürstenstraße fertig sein. Grafik: Schwittay Architekten

Wuppertal. Das große Loch an der Kurfürtstenstraße füllt sich: Die Tiefgarage für die Bewohner der künftigen Häuser ist bereits abgedeckt, jetzt wächst das Kellergeschoss: Im Frühsommer 2018 sollen die ersten Mieter einziehen können. Donnerstag stellten die Bauherren, Architekten und der Makler das Projekt vor.

Besitzer des Geländes ist die Familie Wiebel, die mehrere Generationen auf dem Gelände wohnte und dort auch ihren Metallwarenbetrieb betrieb. Schon vor 15 Jahren zog sie um, seither hätten die Gebäude weitgehend leergestanden, berichte Ulrich Wiebel, dem die Trennung von seinem Elternhaus auch schwer fiel. Jetzt hätten sie sich entschlossen, das Gelände neu zu bebauen. „Verkaufen wollten wir es nicht“, sagt er. „Schließlich war unsere Familie seit mehr als hundert Jahren hier.“ Sein Urgroßvater habe zu den ersten Siedlern der reformierten Gemeinde gehört. Die Pläne hätten ihnen gut gefallen – „sonst hätten wir es nicht gemacht.“

Vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 33 gut ausgestatteten Wohnungen sollen auf dem 4200 Quadratmeter großen Gelände entstehen. Direkt an der Straße werden es zwei Häuser mit insgesamt 23 Wohnungen sein, in den beiden etwas kleineren Häusern dahinter sind jeweils vier Wohnungen und ein Penthouse geplant.

Die Wohnungen sind zwischen 74 und 131 Quadratmeter groß, haben zwei bis fünf Zimmer. Sie sind alle bis auf die Penthousewohnungen barrierefrei mit breiten Türen und bodengleichen Duschen. Die Häuser haben einen Aufzug, jede Wohnung hat entweder einen Balkon oder eine Terrasse. Die Fenster reichen bis auf den Boden. In der Tiefgarage ist Platz für 54 Autos.

Etwa ein Drittel der Wohnungen ist schon reserviert

Auch energietechnisch seien die Bauten auf einem guten Niveau, betont Architekt Klaus Schwittay. Dafür sorge neben Dämmung und Dreifachverglasung eine kontrollierte Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung.

Es entstehen 33 Wohnungen, zwei davon Penthousewohnungen. Die Zwei- bis Fünfzimmerwohnungen, 74 bis 131 Quadratmetern groß. Werden 9 bis 11 Euro pro Quadratmeter kosten. Die Familie Wiebel investiert 9 Millionen Euro.

Optisch haben die Architekten die Form und Ausrichtung der übrigen Häuser in der Straße aufgenommen: Die Giebel blicken jeweils nach Süden. „Sie werden hell verputzt sein“, erklärt Klaus Schwittay. Hellgelbe waagerechte Fassadenprofile werden Akzente setzen.

Klaus-Peter Ruthe, der die Vermietung übernehmen wird, hat schon zahlreiche Anfragen aus Ronsdorf. „Das hat sich schon rumgesprochen“, meint er. Unter den Anfragen seien zum Beispiel viele Ältere, die ihr Häuschen aufgeben und nun in Wohnungen ziehen. Etwa ein Drittel der Wohnungen sei bereits reserviert. Das Areal sei attraktiv, weil es ruhig liegt, aber trotzdem nah zur Ronsdorfer Mitte. Auch mehrere Schulen und Kirchen seien fußläufig zu erreichen.

Um die Häuser herum und zwischen ihnen wird es eine kleine Grünanlage geben. Durch sie wird auch der Verbindungsweg zwischen Kurfürstenstraße und Scheidtstraße für Fußgänger führen, der wieder hergerichtet wird.

Das freut Ronsdorfs Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes. Denn wegen dieses Wegs habe er schon viele Nachfragen von Anwohnern gehabt. Er ist auch zufrieden, dass sich die Planungen in der Höhe dem Umfeld angepasst haben. Erste Entwürfe hätten höhere Gebäude vorgesehen. Und auch wegen des Sportplatzes an der Scheidstraße seien gute Regelungen festgelegt worden, sagt er: Eine entsprechende Bepflanzung solle dafür sorgen, dass die neuen Bewohner sich nicht durch den Sportbetrieb beeinträchtigt fühlen.

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